Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
So, heute ist er also, der 20. Jahrestag des Mauerfalls. Das Wetter machte diesem Anlass nicht wirklich Ehre. Während es vormittags nur gelegentlich zu Regenschauern kam, ist dieser Niederschlag seit dem Nachmittag in einen feinen, aber dafür umso hartnäckigeren Dauerregen übergegangen. Was soll es, gefeiert wird trotzdem und sogar Open Air. Ab 20 Uhr spielt man zwischen dem Potsdamer Platz und dem Reichstag so eine Art Domino Day. Zu diesem Zweck wurden über 1.000 Kunststoff-Stelen gestaltet, die entlang des ehemaligen Grenzverlaufs aufgestellt worden sind und heute abend purzeln sollen. Fall der Mauer reloaded, sozusagen. Gut besucht wird dieses Event wohl sein. Zumindest den Menschenmassen nach zu urteilen, die mir entgegenkamen, als ich am Spätnachmittag die U-Bahn am Potsdamer Platz aufsuchte. Bei meinem Bummel über diesen selben Platz bin ich direkt noch über den ersten Weihnachtsmarkt dieses Jahres gestolpert. Ich weiß im Moment nicht, was ich davon halten soll ;-)

Den Eisbären Knut, hier aufgenommen am 9. November 2008, hätte es ohne dieses Ereignis vor 20 Jahren auch nicht gegeben. Seine Mama Tosca war ja bekanntlich als Zirkusbärin im Staatszirkus der DDR "angestellt" und sein Vater Lars ist gebürtiger Münchner. Und dazwischen verlief ja bekanntlich eine Systemgrenze. Knut interessierte das heute nicht sonderlich. Er und seine Mitbewohnerin Gianna haben den Vormittag schlafend und ruhend zugebracht. Knut auf seinem Sandthron, Gianna in der Schlafkuhle. Eisbärensiesta statt Party.

Leider hat der 9. November aus deutscher Sicht nicht nur positive "Highlights" zu bieten, was jedoch allzu gern verdrängt wird. Aus diesem Grund wird er auch als "Schicksalstag der Deutschen" bezeichnet. Naja, heute steht in Berlin erst einmal Feiern auf der Tagesordnung.
Und ich habe mit dem Montag auch schon wieder den unangenehmsten Arbeitstag hinter mich gebracht und genieße jetzt den Feierabend :-)))
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