Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Es war ein angenehm kühler Sonntag, der letzte im Juli, der recht erfrischend und etwas regnerisch daherkam. Wobei der Niederschlag eher ein moderater gelegentlicher Nieselregen war, so dass es sich nicht einmal lohnte, den Regenschirm zu Hilfe zu nehmen. Und so habe ich mich bei feinen kühlen Temperaturen auf den Weg zum Zoo begeben. Als ich am Bahnhof Zoo ankam, musste erst einmal ein Hindernis überwunden werden. Dieses nannte sich heute Hardenbergplatz - am Morgen war dort ein SUV in eine Menschengruppe hineingerast, es gab mehrere Verletzte; der Fahrer hatte wohl die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, Rettungshubschrauber und diverse Mannschaftswagen der Polizei sowie Krankenwagen waren im Einsatz und der Hardenbergplatz war gesperrt. Glücklicherweise waren keine Menschenleben zu beklagen und ich suchte mir eben den Weg über den Bahnsteig der U-Bahn zum Zoo.
Bei der Einlasskontrolle war ich die Einzige - es gab noch andere Zoobesucher, die sich andere Wege in den Zoo bahnen mussten, wie ich bald darauf erfuhr. Der Zoo war daraufhin auch recht leer. Und so machte ich mich auf ins Bärenrevier. Katjuscha lag im Nieselregen vernünftigerweise in ihrem Höhleneingang und schien zu grinsen ;-)
Nachdem ich festgestellt hatte, dass die komplette Panda-Familie schlief, zog es mich ins Affenrevier. Hier ging es etwas belebter zu. Die Orang Utans turnten auf ihrer Anlage herum, Gorilla-Dame Fatou schlief in ihrem Holzwollebett und der Chef der Gorilla-Bande nebenan, Herr Sango, saß tiefentspannt auf der Anlage herum und scherte sich überhaupt nicht, dass es nieselregnete ;-)
Dafür schien es die Erdmännchen um so mehr zu stören - sie glänzten heute durch Abwesenheit ;-) Immerhin waren die Flamingos zugegen, die sich wie gewöhnlich der Gefiederpflege widmeten, die Elefanten tummelten sich lieber unter dem Vordach ihres Hauses, die Giraffen futterten und Hornrabe Clyde turnte über die Anlage ;-)
Nachdem ich festgestellt hatte, dass sich im Panda Garden unverändert nichts tat, habe ich den Takinen einen Besuch abgestattet, bevor es nach einem Schwenk durch die Adlerschlucht weiter zu den Alpakas ging.
Ich hatte natürlich gehört, dass Ophelia wieder Mama geworden ist - ein kleiner Junge mit schwarzem Fell und weißen Strümpfen, der daraufhin den Namen Socke verpasst bekam ;-) Nun, den Grund seines Namens bekam ich heute nicht zu sehen, der Kleine lag dicht neben der Mama und zeigte seine weißen Söckchen nicht, was ich aber nicht weiter tragisch fand.
Weiter ging es, vorbei an den Robben, zurück ins Bärenrevier. Die Wildhunde lagen im Tiefschlaf auf ihrer Anlage, die Nasenbären bekam ich nicht zu Gesicht und Katjuscha gähnte mich an, um daraufhin ihr Nickerchen fortzusetzen. Bei dem Wetter hatte sie mein volles Verständnis - es nieselregnete unverändert vor sich hin ;-)
Nachdem ich mich von den futternden Murmeltieren verabschiedet hatte, eines hatte sich der Bequemlichkeit halber direkt in die Futterschale gesetzt, ging es zurück aus dem Zoo hinaus auf den Hardenbergplatz. Einige Bereiche desselben waren immer noch abgesperrt und man konnte die S-Bahn nur unter Umrundung des Areals durch den Hintereingang erreichen.
Auf dem Heimweg habe ich mir noch ein Eis gegönnt und war dann bald in meinen vier Wänden; es regnete unverändert.
Das Schlusswort des Eintrages hält natürlich Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch beim Herzenseisbärchen ist hier zu finden.
Es war ein aufregender Tag, der größtenteils im Nieselregen vonstatten ging; es ist Sonntagabend und nun scheint doch noch die Sonne ;-)
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