Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Heute habe ich am Nachmittag die Gelegenheit genutzt, nach mehr als sechswöchiger Abstinenz wieder einmal den Zoo zu besuchen. Es war zwar Regen vorhergesagt, der hielt sich dankenswerterweise aber zurück, was ich sehr rücksichtsvoll fand. Und so habe ich mich, mit der ausgedruckten Online-Reservierung ausgestattet, auf den Weg in den Zoo gemacht. Bereits vor dem Tor standen zwei Mitarbeiter und ließen sich die Online-Reservierung zeigen. Nachdem dies erledigt war, ging es weiter zur eigentlichen Ticket-Kontrolle. Ein- und Ausgangsbereich sind voneinander getrennt - hinaus geht es nicht durch den Zoo-Shop, sondern durch die Drehkreuze, die normalerweise die Funktion des Eingangs erledigten ;-)
Nachdem ich diese Hürden gemeistert hatte, durfte ich nun den Zoo betreten. Es ging dort ausgesprochen übersichtlich zu, bei den wenigen Gästen konnte man sich problemlos aus dem Weg gehen. Als erstes habe ich dem Zwergflusspferd einen Besuch abgestattet, das aus seinem Wassergraben immer wieder versuchte, die über ihm herabhängenden Kastanienblätter zu erhaschen ;-)
Vorbei am Anoa ging es weiter zum Bärenrevier und dort direkt zur Eisbärenanlage. Vor derselben hielten sich genau zwei Besucher auf. Die Bewohnerin der Anlage, Katjuscha, lag in ihrer Lieblingshöhle, blinzelte kurz ihre wenigen Gäste an, gähnte herzhaft, rollte sich zusammen und schlief. Ich war dennoch froh zu sehen, dass es Katjuscha gut geht :-) Vor der Besuchersichtscheibe der Eisbärenanlage und nicht nur dort, war ein Schild angebracht, das auf gegenseitige Rücksichtnahme und den Mindestabstand hinwies und gute Gesundheit wünschte.
Vorbei an den Wildhunden ging es weiter ins Robbenrevier. Die Seelöwen jagten wie verrückt durch das Wasser und ließen sich immer wieder an den Sichtscheiben blicken. Man hatte den Eindruck, als würden sie sich freuen, wieder Gäste zu haben. Nebenan wurden gerade die Brillenpinguine gefüttert. Ein Tierpfleger war dort mit einem Eimer unterwegs und spendierte Fische.
Natürlich war die ganze Bande hinter ihm, respective dem Futtereimer, her ;-) Nachdem ich noch die Gauren begrüßt hatte, bin ich zum Panda Garden spaziert. Dass Meng Meng samt Pit und Paule nicht zu sehen sein würden, war bekannt, aber auch Jiao Qing ließ sich heute nicht blicken.
Um so erfreuter war ich, die Alpenmurmeltiere wiederzusehen, die sich über einen riesigen Berg Grünzeug und Gemüse hermachten. Als ich Mitte März das letzte Mal an der Anlage vorbeisah, befand man sich noch im Winterschlaf.
Die Elefanten waren ebenfalls auf ihrer Anlage zugegen. Wie immer futterten sie Pellets und verabreichten sich ab und an eine Sanddusche zur Hautpflege ;-)
Die Panzernashörner Betty und Karl hatten einen Reifen aus Gras spendiert bekommen, der auf ihrer Anlage aufgehängt worden war. Und so futterten sich Mama und Sohn gemeinsam daran satt, jede/r von seiner Seite aus :-)
Vor der Einlasskontrolle standen die Menschen vorschriftsmäßig in größeren Abständen voneinander und warteten, dass ihre Online-Reservierungen abgescannt wurden - die Kontrolleure trugen Schutzmasken, was natürlich richtig und sinnvoll ist. Vielleicht wäre das auch eine Maßnahme für die Besucher; man muss die Dinger ja für die verschiedensten Gelegenheiten ohnehin bei sich tragen.
Alles in allem war es eine feine Visite im Zoo und ich habe mich gefreut, diesen wieder einmal besuchen zu können.
Der Abschluss des Eintrages bleibt heute Knut und Gianna vorbehalten.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei den beiden Eisbärchen, die herrlich gut drauf waren, ist hier zu finden.
Es war ein schöner Tag mit einem Nachmittag im Zoo. Der Regen kam nun doch noch, allerdings erst sehr viel später, nun scheint jedoch bereits wieder die Sonne. Und morgen geht diese kurze Arbeitswoche bereits zuende, was will man mehr ;-)
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