Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Kurz gesagt - es war ein feiner Sonntag. Herbstlich-kühl, aber sonnig :-)
Ich war früh, bei noch einstelligen Plusgraden unterwegs in den Zoo, der bei meinem Eintreffen noch recht leer und ruhig war. Und natürlich führte mich der erste Weg, wie immer, zum Bärenrevier. Von den Lippenbären bekam man heute nichts zu sehen, da die Glasscheiben, die deren Anlagen umgeben, dicht beschlagen waren.
Und so war der erste Bewohner dieses Reviers Kragenbär Plato, der bäuchlings auf einem dicken Baumstamm lag und mir seinen Allerwertesten zudrehte ;-)
Wolodja saß auf dem Mulchbett und hatte ein blau-rotes Spielzeug vor den Tatzen, das auch schon bessere Tage gesehen hatte und ziemlich abgespielt aussah. Der eine oder andere wird sich an das Teil noch erinnern - es fand vor ziemlich genau zehn Jahren schon einmal den Weg auf diese Anlage, um einem anderen Eisbären Unterhaltung zu bieten. Nur fand besagter Eisbär dieses Spielzeug weder unterhaltsam noch interessant, zum anderen verschwand das Teil nach wenigen Tagen von der Anlage, da Tierspielzeug zu dieser Zeit im Zoo nur in Ausnahmefällen geduldet wurde. Kleiner Exkurs in die Vergangenheit...
Katjuscha ließ sich heute ebenfalls blicken und schaute sich munter ihre Besucher an. Später schubberte sie sich ausgiebig an dem Monsterstein, der die halbe Anlage blockiert, um kurz darauf erst einmal ins Innengehege zu verschwinden.
Wolodja hatte derweil entdeckt, dass es sich mit dem Spielzeug hervorragend kuscheln lässt ;-)
Im Panda Garden hatten sich derweil einige Besucher eingefunden, die den vor der Glasscheibe auf der Außenanlage schlummernden Jiao Qing betrachteten. Auf der benachbarten Anlage ging es etwas lebhafter zu - Meng Meng war dort unterwegs und auf dem Weg in den Teil ihrer Anlage, der dem Raubtierhaus am nächsten liegt. Flugs enterte sie dort eine Bank und begann mit dem Bambusverzehr. Die Aufnahme war nur durch die ziemlich befleckte Glasscheibe möglich ;-)
Nach einem Spaziergang durch das Tropenhaus - die Bewohner waren witterungsbedingt zu der Zeit alle noch im Innenbereich - ging es weiter durch den außerhäusigen Zoo ;-) Vorbei an den Erdmännchen, die sich heute vollzählig auf ihrer Anlage versammelt hatten und die Herbstsonne genossen, ging es weiter zu den Flamingos, die sich heute auf dem See tummelten. Elefant Victor hatte wieder Besuch von seiner Drumbo; nebenan futterten die Giraffen und Hornrabe Clyde leistete wie gewohnt den Sitatungas Gesellschaft.
Nach einem Ausflug in die Adlerschlucht bin ich nun wieder zum Bärenrevier zurückspaziert. Wolodja hatte sich mittlerweile in einen kohlrabenschwarzen Bären verwandelt, indem er sich mit dem blau-roten Spielzeug intensiv in der Mulchecke wälzte. Nach dieser Aktion ging es flugs ab ins Wasser, nachdem das Teil während des Herumschwenkens dort drin gelandet war. Und nun gab es kein Halten mehr - mit einem lauten Klatscher war Wolodja ebenfalls im Nass, bespielte dort seine neueste "Errungenschaft", natürlich war auch das Surfbrett wieder mit von der Partie und der Knochen der Vorwoche wurde auch wieder aus den Tiefen des Wasserbeckens hervorgezaubert. Und natürlich war es sofort wieder voll vor der Anlage, Wolodja ließ es sich nicht nehmen, mit Kindern an der Besucherscheibe zu flirten und es war fein zu beobachten, wie sich Wolodja im Zoo mehr und mehr wohlfühlt und "angekommen" ist.
Nach diesem schönen Erlebnis habe ich den Weg zum Ausgang eingeschlagen und bin glücklich und zufrieden heimwärts gestrebt ;-)
Der Abschluss des Eintrages bleibt wie immer Knut vorbehalten.
Und so geht der letzte Sonntag in der Sommerzeit nun seinem Ende zu. Ich wühle mich nun erst einmal durch die vielen Fotos, um noch ein wenig zu basteln, bevor mich morgen der Alltag wieder in die Arme schließt ;-)
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