Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Es ist vollbracht - eine turbulente Arbeitswoche, die mir kaum Zeit zum Luftholen ließ, ging heute zuende. Und nun habe ich etwas Zeit zum Entschleunigen sozusagen ;-) Und so habe ich den letzten Arbeitstag der Woche über die Bühne gebracht und bin am Nachmittag in einen sonnigen Oktobertag und in den Zoo gestartet :-)
Gut, die Herbstferien stehen vor der Tür und bereits heute ging es im Zoo recht lebhaft zu. Als ich mich der Eisbärenanlage näherte, standen dort bereits etliche Besucher. Wolodja, der Mittelpunkt des Interesses, muss kurz vorher noch dem Mulchbett einen gründlichen Besuch abgestattet haben, seinem Fell nach zu urteilen. Und natürlich mussten die Höhleneingänge inspiziert werden.
Nachdem ich festgestellt hatte, dass die kleine Nebenanlage heute leer war - Katjuscha zog den Aufenthalt im Innengehege vor, bin ich zum Landwehrkanal spaziert, um zu sehen, wie es den Alpakas so ergeht. So wirklich spannend ging es dort allerdings nicht zu - man futterte, wie üblich. Der Nachwuchs hatte sich so ein Stück weit von den Müttern abgekoppelt und fand es irgendwie spannender, mit den Besuchern zu flirten ;-)
Vorbei an den Wildhunden und den auch heute abwesenden Nasenbären ging es weiter zu den Polarwölfen, die sich auf eine Siesta geeinigt hatten. Ihr Nachbar, Kragenbär Plato, suchte anfangs noch eifrig seine Anlage nach Futter ab, um danach genüsslich im Sonnenschein zu posen, was natürlich diverse Besucher anzog. Plato kennt eben seinen Entertainment-Faktor :-)
Nun wollte ich aber doch zu den Elefanten. Die Leitkuh der Herde, Tanja, musste am Dienstag alters- und krankheitsbedingt eingeschläfert werden, wie man hier ausführlicher erfahren kann.
Das Schild, welches die Bewohner der Anlage vorstellt, war bereits aktualisiert; ein Abschiedsgruß für die große alte Dame war aber dennoch dort angebracht, was ich durchaus angemessen finde. Tanja lebte seit 1974 hier und wurde stolze 54 Jahre alt. Traurig, dass sie nun gegangen ist, aber ich finde dennoch, dass dem Pflegerteam hier Hochachtung gezollt werden sollte.
Nachdem ich mich noch kurz von dem diensthabenden Alpenmurmeltier verabschiedet habe, habe ich durch den Zooshop, den ich mittlerweile kaum noch wahrnehme, den Zoo verlassen und habe mich per S-Bahn zuverlässig gen Heimat befördern lassen. Ich muss allerdings sagen, dass mir dieser heutige Zoobesuch einigermaßen naheging...
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich wie immer Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut, der sich die Zeit sehr abwechslungsreich gestaltete, kann hier angesehen werden.
Es war, wie bereits geschrieben, eine turbulente Woche. Ein guter Grund also, sich auf ein entspanntes Wochenende mit hoffentlich feinen Momenten zu freuen :-)
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