Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Der Juni begann so, wie sich der Mai gestern verabschiedete. Grenzwertige Temperaturen um die 33 Grad, schwül-heißes Wetter und Sonne pur. Die ab Mittag angekündigte Unwetterwarnung mit Starkregen, Gewitter und ersehnter Abkühlung erweist sich bis jetzt als heiße Luft, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend - die Unwetterwarnung gilt bis morgen früh, ich habe da allerdings wenig Hoffnung, dass davon auch nur ein klein wenig eintrifft ;-)
Egal, nun ist also Sommer, zumindest im meteorologischen Sinne, noch wichtiger, es ist Freitag und vor mir liegt das Wochenende :-)
Und natürlich habe ich am Nachmittag zur Einstimmung auf selbiges Wochenende im Zoo vorbeigesehen. Wirklich voll war es dort nicht, was angesichts der Witterung für mich nicht weiter verwunderlich war.
Der erste Bewohner des Bärenreviers war heute Kragenbär Plato, der sich im Sonnenschein auf seiner grünen Anlage erging. Die Lippenbären hingegen ließen sich heute nicht blicken.
Vorbei an den Polarwölfen, die es sich im Schatten bequem gemacht hatten, ging es weiter zur großen Eisbärenanlage, die allerdings leer war. Auf der Mulchecke lag eine große blaue Kugel, aber ein Eisbär ließ sich dort nicht blicken.
Auf der kleinen Nebenanlage war auch heute Wolodja zu sehen. Er lag anfangs lang ausgestreckt in der Sonne und schien zu dösen. Als ich ihn rief, war er sofort munter und kam schauen, wer ihn denn begrüßt. Sofort sammelten sich etliche Besucher vor der Anlage. Wolodja begann daraufhin, die beiden Eingänge zum Innengehege zu observieren, ob vielleicht einer von beiden geöffnet war und er hereinkönnte, auch heute wieder vergeblich.
Ein älteres Ehepaar neben mir äußerte sein Befremden, dass der Bär bei dieser Hitze nicht hineinkönne und fragte sich, ob denn wenigstens ab und an eine Fütterung oder Abwechslung geboten würde...
Ich habe mir das nicht länger ansehen können, wie Wolodja ein ums andere Mal die Höhleneingänge observierte, ob sich ihm irgendwo Einlass bot. Wie gesagt, die große Eisbärenanlage, die auch ein wenig mehr Schattenplätze bietet, war leer...
Nach diesen einigermaßen deprimierenden Eindrücken habe ich noch bei den Wildhunden vorbegesehen, von denen sich nur eine/r blickenließ, habe die Nasenbären vermisst und habe mich auf den Weg zum Ausgang begeben. Die Sonne schien zwar unverändert, aber es wurde immer drückender und schwüler.
Nachdem ich vergeblich nach den Murmeltieren Ausschau gehalten habe, bin ich noch zur Elefantenanlage spaziert. Dort ging die Belegschaft höchst unterschiedlich mit der Witterung um - eine Elefantenkühe standen in der prallen Sonne herum und bestäubten sich mit Sand, während Anchali sich ein schattiges Plätzchen unter der Überdachung des Elefantenhauses gesucht hatte und dort eifrig einen Ast zerknackte :-)
Ich habe nun auch zugesehen, dass ich auf direktem Wege in meine noch immer recht kühlen vier Wände zurückkam und durfte dafür eine heute zuverlässig funktionierende S-Bahn in Anspruch nehmen :-)
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich selbstverständlich Knut
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei meinem Lieblingseisbärchen Knut am Pfingstmontag 2009 darf hier durchgeblättert werden.
Mittlerweile hat sich die Sonne von einer dicken Wolkendecke ablösen lassen und nun regnet es tatsächlich endlich! seit einigen Minuten munter vor sich hin :-)
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