Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Der heutige 145. Tag des Jahres hatte es sich offenbar zum Ziel gesetzt, den ersten Hauch von Hochsommer zu verbreiten. Die angedrohten 30 Grad wurden jedoch nicht erreicht, in Berlin blieb es bei 27 Grad; der Hochsommer lässt sich hier Zeit bis voraussichtlich Sonntag.
Für mich bedeutete dieser Freitag den ersten von einigen freien Tagen und so bin ich am Morgen zur Einstimmung erst einmal in den Zoo gefahren. Unmengen von Touristen und Urlaubern fuhren mit und etliche davon traf ich dann tatsächlich im Zoo wieder. Den Zeitpunkt fand ich etwas merkwürdig, Pfingsten ist vorbei, Ferien sind auch keine, aber vielleicht hatten die alle die gleiche Idee wie ich und haben heute einen Urlaubstag eingelegt; jedenfalls waren die Bahnen rappelvoll.
Angekommen im Zoo führte mich mein Weg natürlich zuerst zum Bärenrevier, wie soll es auch anders sein ;-)
Vorbei an Kragenbär Plato, der völlig tiefenentspannt auf seiner Anlage lag, mich kurz anblinzelte, um danach sein Vormittagsschläfchen fortzusetzen, ging es weiter zu den Eisbären. Angekommen an der großen Anlage sah ich bereits, dass etliche Besucher auf der Seite vor dem Vogelhaus standen und ins Wasser sahen und fotografierten. Wolodja schwamm leider wieder seine Runden...
So habe ich erst einmal an der kleinen Anlage vorbeigesehen.
Katjuscha saß gelassen auf der kleinen Anlage und posierte freundlich für ihre Besucher. Gegen Fotos hatte sie auch nichts und wollte auch keine DSGVO-konforme Einverständniserklärung dafür abgeben, abgelichtet werden zu wollen, obwohl ich sie über ihr Widerrufsrecht aufgeklärt habe *g*
Nun gut, ich habe nun erst einmal einen Spaziergang zum Panda Garden unternommen. Dort war zu der Zeit so gar nichts los - Jiao Qing lag auf der Außenanlage und schlief, während Meng Meng in ihrem verglasten Wohnzimmer einmal mehr den Rückwärtsgang kultivierte.
Danach habe ich mich im Tropenhaus umgesehen. Dort war es allerdings recht leer, da sich die meisten Bewohner auf ihren Außenanlagen aufhielten, die allerdings mehrheitlich die schattigen Stellen vorzogen oder sich in nicht einsehbare Bereiche zurückgezogen haben, was auf mein vollstes Verständnis stieß.
Die Erdmännchen sahen das allerdings anders, die flitzten über ihre neue Anlage und eines der netten Kerlchen stand hoch oben auf dem Hügel und hielt Ausschau. Feinde waren aber offenbar keine in Sicht, es wirkte recht entspannt :-) Auf meine Anfrage, es ablichten zu dürfen, auch mittels einer Einwilligungserklärung gemäß DSGVO, reagierte das Erdmännchen allerdings etwas genervt und erklärte mir, dass es mit so einem Bürokratenunsinn nichts zu tun haben wolle und mir gnädigst erlaubte, es zu fotografieren. Was war ich froh *g*
Bevor ich zurück zum Bärenrevier spaziert bin, habe ich dem Panda Garden noch einen Besuch abgestattet. Jiao Qing schlief unverändert auf seiner Außenanlage. Meng Meng indes wanderte draußen herum und begutachtete äußerst interessiert das Tor zum "Liebestunnel", den Verbindungsgang zwischen den Anlagen der beiden Pandas, der dafür gedacht ist, dass die beiden sich treffen können, wenn ihnen nach Paarung sein sollte, was bei den Pandabären bekanntlich nur maximal 72 Stunden im Jahr der Fall ist ;-)
Meng Meng konnte ich bezüglich einer Fotografiererlaubnis gemäß DSGVO leider nicht befragen, da sie noch kein Deutsch versteht und dieser Unsinn sowieso nur innerhalb der EU stattfindet.
Nun ging es aber doch zurück ins Bärenrevier. Kragenbär Plato schlief immer noch, Katjuscha hatte sich in das Innengehege zurückgezogen und Wolodja war wohl mittlerweile zu der Einstellung gelangt, das stereotypes Hin- und Herschwimmen doch arg langweilig ist. Und so hatte er es sich auf der Anlage bequem gemacht und warf neugierige Blicke auf seine Besucher, die ihn nicht ganz DSGVO-konform, einfach fotografierten ;-)
Ich habe mich nun auf den Weg zum Ausgang begeben. Vor den Zookassen hatte sich um diese Zeit bereits eine beeindruckende Schlange gebildet, es versprach also, noch richtig voll im Zoo zu werden. Besagte Besucherschlagen konnte und durfte ich natürlich nicht fotografieren, da ich nicht so viele Einwilligungsformulare gemäß der DSGVO bei mir hatte, genauer gesagt, hatte ich gar keine bei mir und so sind die lieben Besucher von meiner Kamera verschont geblieben. So ganz ernst gemeint bitte ich diesen Eintrag nicht zu verstehen, aber ich denke, dass jeder, der bei Verstand ist und sich informiert hat, versteht, was diese Verordnung anrichtet!
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich wie immer Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut darf gern hier durchgeblättert werden.
Die Sonne scheint hier unverdrossen vor sich hin und ich genieße nun diesen feinen Freitag. Nebenbei schnüre ich noch mein Ränzlein, bevor es morgen für ein paar Tage an die Ostsee geht und ich die hochsommerlichen Temperaturen hier in Berlin erst einmal hinter mir lassen darf :-)
Ich hoffe, hier nicht allzuviel verraten zu haben, sonst könnte ja jemand Rückschlüsse ziehen, wo ich mich am Wochenende aufhalten könnte *fg*