Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
So wirklich lud das Wetter heute nicht dazu ein, das Haus zu verlassen, eher im Gegenteil. Null Sonnenstunden sagte mir der freundliche Wetterfrosch für heute voraus und so wie es ausschaut, handelt es sich bei dieser Prognose um keinen Irrtum. Richtig hell werden wollte es heute den ganzen Tag nicht, dazu pfiffen unfreundliche Sturmböen durch die Stadt.
Egal, es ist Samstag, ich habe frei und lasse mir diese Zeit zur freien Verfügung nicht einfach wegpusten ;-)
Und so war ich am Vormittag unterwegs in den Tierpark. Natürlich spazierte ich auch hier zuerst zur Eisbärenanlage, nachdem ich kurz den einzigen Brillenbären begrüßt hatte, der sich heute auf der Anlage gegenüber blicken ließ.
Auf der Eisbärenanlage war natürlich nur Wolodja zu sehen, nachdem sich Tonja bereits in der vergangenen Woche in die Wurfhöhle zurückgezogen hatte. Wolodja seinerseits untersuchte eifrig seine Anlage und wartete auf den Pfleger mit dem Futtereimer, der bald darauf erschien. Kurze Zeit später flogen die ersten Äpfel ins Wasser, die sich Wolodja schmecken ließ. Die kommentierte Fütterung, auch Eisbärentalk genannt, fand heute ohne Mikrofon statt. Wie zu hören war, wird rund um die Eisbärenanlage auf alle vermeidbaren Geräusche verzichtet, um Tonja nicht zu stören oder zu beunruhigen.
Ich habe nun erst einmal eine Runde durch den Tierpark folgen lassen, der witterungsbedingt ziemlich leer war. Natürlich wehte es auch hier heftig und viele Tieranlagen blieben heute leer. Elefanten sehen das offenbar etwas anders, sowohl die Afrikaner als auch ihre asiatischen Kollegen bevölkerten die Anlage. Auf der Anlage der Asiatischen Elefanten waren außerdem mehrere Tierpfleger zugegen, die gerade die dort angebrachten Beschäftigungsutensilien bestückten, was die Elefanten natürlich mit Interesse verfolgten :-)
Vorbei an den Giraffen habe ich den Weg zum Vari-Wald eingeschlagen, hatte allerdings keine allzu großen Hoffnungen, dort jemanden zu Gesicht zu bekommen. Weit gefehlt, die komplette Besatzung war draußen, futterte im Herbstlaub oder ließ sich von den Besuchern streicheln :-)
So allmählich habe ich mich wieder in Richtung Eisbärenanlage begeben, es wehte doch recht heftig in den unendlichen Weiten des Tierparks.
Immerhin, die Katzenbären, die sich bei meinem ersten Besuch dort noch versteckt hatten, zeigten sich nun. Das mag daran gelegen haben, dass gerade Futter serviert worden war. Katzenbärin Tabea kümmerte sich um die Apfelstücke, die in dem aufgehängten Futterkasten untergebracht worden waren, während Romeo sich am Boden um die Weintrauben kümmerte ;-)
Auf dem Weg zum Ausgang habe ich selbstverständlich noch einmal bei Wolodja vorbeigeschaut. Der tauchte und tauchte und holte ein Möhrchen nach dem anderen aus den Tiefen des Wassergrabens und ließ es sich schmecken. Offenbar versucht man nun, ihn zu beschäftigen und ihn von seinen stereotypen Schwimmrunden abzulenken :-)
Einige weitere Fotos von meinem heutigen Tierparkbesuch können hier angesehen werden.
Die Schlussrede des Eintrages bleibt wie immer Knut vorbehalten.
Ich war dann doch ganz froh, wieder in meinen vier Wänden angekommen zu sein - der Sturm tobt sich gerade so richtig aus und mittlerweile regnet es nun auch wieder.
Ich genieße nun diesen Samstag, den letzten im Monat Oktober und den letzten Tag der Sommerzeit, im Warmen und Trockenen, bevor morgen der längste Tag des Jahres auf mich wartet :-)
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