Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Eigentlich sollte es ein feiner Freitag werden, dieser letzte Arbeitstag vor dem Wochenende. Ich habe die Arbeitswoche sportlich über die Bühne gebracht und habe am Nachmittag die Zeit gefunden, kurz im Zoo vorbeizusehen, aber das muss heute warten.
Wie die Zoos Rostock und Aalborg bekanntgaben, ist Eisbärin Vilma gestern nachmittag plötzlich verstorben.
Geboren im Zoo Rostock als Tochter von Vienna und Churchill, verlebte Vilma eine kurze Zeit im Zoo Nürnberg, um wieder nach Rostock zurückzukehren.
Im Winter 2010 zog sie nach Wuppertal, wo sie auf Knuts Papa Lars traf und Anfang 2012 kam Eisbärmädchen Anori auf die Welt, die sie fürsorglich aufzog.
Lars war in der Zwischenzeit nach Rostock umgezogen, wo er Vienna Gesellschaft leistete, bis ihm Vilma hinterherreiste, als Anori groß genug war, um ohne ihre Mutter auszukommen.
Und auch im Zoo Rostock gab es bald darauf Nachwuchs - Knuts Halbbruder Fiete sorgte dort für Begeisterung und wiederum gab Vilma die fürsorgliche Eisbärmama. Papa Lars zog indessen ein weiteres Mal um, diesmal war der Zoo Aalborg das Ziel der Reise.
Vor dem Hintergrund des Rückbaus der alten Bärenburg und des Neubaus des Polariums im Zoo Rostock, werden nun die Eisbären an verschiedene Zoos abgegeben und Vilma reiste Lars ein weiteres Mal hinterher und kam am 20. Oktober im Zoo Aalborg an, wo sie recht schnell wieder mit Lars zusammenkam, man kennt sich schließlich :-)
Gestern nun die Schocknachricht, von der ich allerdings heute erst erfahren habe:
Am Vormittag des 3. November wurden bei Vilma deutliche Verhaltensänderungen beobachtet, die sich in Lethargie und mühsamen Bewegungen äußerten. Trotz eines eilig herbeigerufenen Tierarztes und einer vorbereiteten Untersuchung verschlechterte sich ihr Zustand zu schnell, um noch eingreifen zu können und Vilma starb am Nachmittag. Eine Obduktion soll Klarheit bringen, wie es zu diesem Drama kommen konnte. Vilma hätte in einem Monat ihren 14. Geburtstag gefeiert. Dazu kommt es nun nicht mehr. Es war vorgesehen, dass sie nach der Fertigstellung des Polariums wieder in den Zoo Rostock zurückkehrt. Auch dazu kommt es nicht mehr...
Ich bin geschockt und unfassbar traurig. Es tut mir so leid, um Vilma, die viel zu früh gehen musste, in gewisser Weise auch um Lars, der diesen Winter allein verbringen muss und auch für den Zoo Rostock tut es mir leid, der eines seiner "Eisbärenkinder" verloren hat, dass nun nicht wie geplant in das neue Polarium Einzug halten wird. Nicht zuletzt für den Zoo Aalborg, wo man sicher alles getan hätte, was nötig gewesen wäre, um Vilma zu helfen, aber es ging alles viel zu schnell...
Da bleibt mir wohl nur noch, Lebewohl zu sagen. Lebewohl, du hübsche Vilma und grüße Knut, Nancy, Tosca, Churchill und wen du sonst noch so triffst...
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