Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Der Juli und mit ihm die zweite Hälfte des Jahres startete mit erfrischenden 20 Grad und bedecktem Himmel. Auch einmal ganz schön; der Sommer wird schon noch ordentlich in Fahrt kommen und dann wird man sich nach solchen Tagen zurücksehnen ;-)
Natürlich wollte dieser Arbeitstag in Angriff und durchgeführt werden, was ich natürlich pflichtschuldigst erledigte, bevor ich am Nachmittag, mit einem gebuchten Zeitfenster in der Tasche, in Richtung Zoo durchstartete.
Kaum war ich der Bahn entstiegen, durfte ich dann auch bereits den Regenschirm zücken, bevor ich mich der Einlasskontrolle im Zoo näherte. Viel zu tun hatte man dort nicht, vielmehr war ich die Einzige, die zu dieser Zeit in den Zoo wollte, der nicht nur am Eingang recht leer war ;-)
Und so habe ich einen Regenspaziergang unternommen und habe, nachdem ich die Steinböcke und das futternde Alpenmurmeltier begrüßt hatte, den Weg zum Bärenrevier eingeschlagen.
Die Polarwölfe lagen im Regen und hatten sich in einer geschützten Ecke niedergelassen.
Eisbärin Katjuscha hatte sich ebenfalls eine regengeschützte Ecke, in diesem Fall ihren Höhleneingang, gesucht und schlief dort tief und fest. Besucher waren rund um die Eisbärenanlage nicht zu entdecken, möglicherweise befanden sich etliche während des Niederschlages im benachbarten und nun wieder geöffneten Vogelhaus, das ich heute allerdings nicht aufsuchte ;-)
Nachdem ich noch bei den Windhunden vorbeigesehen habe, die sich aus dem Regenwetter eher nicht viel machten, vergeblich nach den Nasenbären Ausschau gehalten und auch keine Lippenbären entdecken konnte, bin ich durch den Regen langsam wieder zum Ausgang gewandert.
Natürlich nicht, ohne links und rechts des Weges nach Zoobewohnern Ausschau zu halten. Und so durfte ich mich über den neuesten Nachwuchs bei den Himalaya-Tahren freuen. Das Kleine ist noch recht winzig, aber bereits so selbständig, das es nicht mehr ständig der Mama folgt, die aber immer in der Nähe des Nachwuchses blieb ;-)
Die Elefanten zogen es mehrheitlich vor, unter der Überdachung ihrer Behausung zu bleiben und knackten dort lautstark Äste. Panzernashörnchen Karl stand indes vor dem Wasserbecken und machte Faxen - möglicherweise lag es daran, dass zwei Tierpfleger vor der Anlage standen, darunter eine Tierpflegerin aus dem Tierpark, die sich sehr über ihren "kleinen Karl" freute - Karl freute sich vermutlich ebenfalls :-)
Nach diesem feinen Erlebnis habe ich durch die Drehkreuze den Zoo verlassen; die Kontrolleure waren unverändert beschäftigungslos und Besucher nicht in Sicht. Ich habe mich also der S-Bahn anvertraut und mich heimwärts befördern lassen. Die Bereitschaft, eine Maske in Bussen oder Bahnen zu tragen, nimmt immer mehr ab, obwohl seit Samstag die Nichtbenutzung einer solchen mit einem Bußgeld geahndet wird. Aber wenn keiner kontrolliert...
Das Schlusswort des Eintrages überlasse ich natürlich meinem Lieblingseisbärchen.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei einem anfangs sehr schläfrigen, danach um so spielfreudigeren Knut darf gern hier durchgeblättert werden.
Der Regen hat sich nun verflüchtigt, die Sonne scheint und es sind immer noch angenehme 20 Grad. Feine Voraussetzungen für einen schönen Mittwochabend, dem ersten im Juli :-)
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