Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Nun geht es also an den Start, das letzte Wochenende des Jahres. Nach den vergangenen, überwiegend sonnigen Tagen, präsentierte sich der heutige Samstag grau, trüb und kühl. Ich hatte den Eindruck, dass es im Tagesverlauf immer kälter wurde ;-)
Was mich allerdings nicht davon abhielt, dem Tierpark einen Besuch abzustatten.
Bei meinem Eintreffen vor der Eisbärenanlage hatte die kommentierte Fütterung gerade begonnen. Tonja war bereits im Wasser und bespielte kurz die grüne Kugel, bevor sie sich den Äpfeln und Möhren widmete, die nach und nach im Becken landeten.
Ihre Tochter Hertha, die nach heutigen Informationen mittlerweile 145 Kilogramm auf die Waage bringt, stand anfangs noch zögerlich am Ufer, überwand ihre kurzzeitige Wasserscheu und folgte ihrer Mama ins nasse Element. Und so futterten Tonja und ihre Tochter einträchtig nebeneinander im Wasser, während der Eisbärentalk seinen Lauf nahm ;-)
Es war zu erfahren, dass Tonja eine unverändert tiefenentspannte Eisbärenmama ist, die ihrer Tochter vorwiegend Unfug beibringt, was diese gern annimmt ;-) Während Tonja eher auf Obst und Gemüse und neuerdings Fisch abfährt, favorisierte Hertha fettes Fleisch. Die Äpfel und Möhren futtert sie nur, weil ihre Mama es eben auch tut ;-)
Während Hertha mit ihren ertauchten Möhren immer wieder das Ufer aufsuchte, um dort weiterzufuttern, blieb Tonja heute die gesamte Zeit im Wasser und lauschte dort den Ausführungen der kommentierenden Pflegerin.
Und schnell war auch Hertha wieder im Wasser, fand die grüne Kugel und bespaßte diese eine Weile. Die kommentierende Tierpflegerin erzählte, dass Hertha es fertigbringt, über mehrere Stunden am Stück im Wasser zu spielen und zu toben und fügte beruhigend hinzu, dass es hernach völlig normal ist, wenn sich die kleine Bärin nach dieser Anstrengung ein oder zwei Stunden Schlaf auf der Anlage gönnt - es gab wohl schon einige besorgte Anrufe deswegen ;-)
Ich habe diesen Eisbärentalk mit den beiden Hauptdarstellerinnen Tonja und Hertha sehr genossen, aber es wurde doch sehr schnell sehr kalt und ich habe den Weg zum Ausgang eingeschlagen - meine Finger fühlten sich bereits an wie Eiszapfen ;-) Und so war ich ganz froh, nach einer kurzen Bahnfahrt in meinen warmen vier Wänden angekommen zu sein.
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich selbstverständlich Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei einem vielbeschäftigten Eisbärchen Knut darf gern hier durchgeblättert werden.
Das war er also, der letzte Samstag im Januar des Jahres 2020, der für den Nachmittag angekündigte Sonnenschein blieb heute aus, aber möglicherweise nimmt ja der morgige Tag seinen Namen ernst ;-)
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