Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Die Silvesternacht samt Knallerei liegt nun hinter einem und unversehens sieht man sich mit einem neuen Datum konfrontiert - es ist der 01.01.2020 - ein neues Jahr hat begonnen und ein neues Jahrzehnt gleich mit. Hoffen wir, dass es ein gutes solches wird, obwohl es so gar nicht gut begann...
Mich hat es heute pünktlich zum Jahresbeginn wieder in den Zoo verschlagen.
Dort ging es anfangs besuchertechnisch noch sehr überschaubar zu, was sich später ändern sollte. Nachdem mich die Panzernashörner Betty und Karl begrüßt hatten, bin ich wie gewöhnlich zum Bärenrevier spaziert. Bis auf die Polarwölfe haben es sich die Bewohner desselben offenbar vorgenommen, erst einmal ein längeres Morgenschläfchen einzulegen oder sich gar nicht erst blicken zu lassen. Eisbärin Katjuscha zog Ersteres vor und verschlief diesen Vormittag in ihrem Höhleneingang ;-)
Mich zog es daraufhin in den Panda Garden, der dann doch etwas besser besucht war. Jiao Qing hatte es sich in unmittelbarer Nähe der Besucherplattform bequem gemacht und futterte einen Panda-Muffin, vermutlich ein Neujahrsgeschenk der Pfleger :-)
Und schon ging es weiter in das Tropenhaus, das erstaunlicherweise sehr leer war. Und so konnte ich einige Bewohner ohne störende Spiegelungen durch andere Besucher in den Glasscheiben ablichten.
Nachdem ich den Hornraben Clyde begrüßt hatte, der sich auf seiner Anlage zu schaffen machte, ging es durch die Adlerschlucht zurück zum Bärenrevier. Katjuscha schlief immer noch, die Nasenbären ließen sich ebenso wenig blicken wie Kragenbär Plato, dafür zeigten sich nun die Wildhunde.
Ich habe mich nun auf den Weg zum Ausgang gemacht, vergeblich nach den Elefanten Ausschau gehalten und vor den Kassen eine Besucherschlange ausmachen können, die bis zum Eingang der U-Bahn-Station reichte. Der Zoo schien sich im Tagesverlauf doch noch füllen zu wollen.
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich heute Knut und Gianna.
Das Fotoalbum von meinem Neujahrsbesuch bei Knut und Gianna, die ihren Schnee und ihr Beisammensein genossen, darf hier durchgeblättert werden.
Und nun wünsche ich allen, die hier vorbeischauen, ein glückliches neues Jahr 2020, das leider so gar nicht schön begann. Ich bin ja nun wirklich kein Freund von Silvesterknallern und von verbotenen schon gar nicht. Das Unglück nahm gestern kurz nach Mitternacht seinen Lauf. Eine chinesische Himmelslaterne war wohl die Ursache für den verheerenden Brand, der heute früh das Affenhaus des Krefelder Zoos komplett vernichtete. Etwa dreißig Tiere kamen in den Flammen um, darunter Orang-Utans, ein Schimpanse und zwei Gorillas, weiterhin diverse Vogelarten, kleinere Affenarten und Flughunde. Lediglich zwei Schimpansen konnten gerettet werden.
Dass in diesem Zusammenhang die Forderung aufkommt, rund um Zoos, Tiergärten und landwirtschaftliche Einrichtungen, in denen Tiere gehalten werden, das Abfeuern von Feuerwerksraketen zu verbieten, ist vor diesem Hintergrund nicht nur notwendig, sondern auch längst überfällig.
Ich weiß nun gar nicht so recht, wie ich wieder zurückfinde zu einem glücklichen Jahr 2020, ich bin so schockiert, wütend und traurig. Ob der oder die Schuldigen gefunden werden, ist ungewiss, die Tiere, die elendiglich verbrannt sind, bringt es ohnehin nicht mehr zurück.
Es war kein guter Start in das neue Jahr und ich hoffe inständig, dass sich solche Katastrophen nicht wiederholen und entsprechende Konsequenzen gezogen werden.
Und nun wünsche ich dennoch allen ein gesundes, neues Jahr 2020.
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