Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Wie vorhergesagt, startete dieses Wochenende mit drückend-schwülem Wetter und für diesen Samstag drohten Temperaturen um die 33 Grad. Nun gut, am Morgen war es noch erträglich, aber bereits um zehn Uhr begann es, ungemütlich zu werden. Was mich dennoch nicht davon abhielt, zu einem Zoobesuch zu starten. Eigentlich wollte ich ja in den Tierpark, habe dann aber doch bei dieser Witterung den Zoo der kurzen Wege gewählt ;-)
Für einen Samstag ging es anfangs noch recht ruhig dort zu, wie ich bei meinem Eintreffen fand. Und natürlich spazierte ich wie immer zuerst in Richtung Bärenrevier, immer darauf achtend, schattige Wegstrecken zu erwischen. Lippenbär Rajath schien das Wetter nicht groß zu stören - er raste wie von der Tarantel gestochen über seine Anlage. Kragenbär Plato lag tief vergraben in seinem Höhlenhochbett.
Auf der großen Eisbärenanlage war auch heute Wolodja, der sich intensiv damit beschäftigte, die schattigen Höhleneingänge zu inspizieren. Die kleine Nebenanlage war leer, also befand sich Katjuscha bereits im Innengehege.
Ich habe nun erst einmal eine Zoorunde folgen lassen. Im Panda Garden lief gerade die Kommentierung, was zwar einige Besucher interessierte, die Pandas selbst hingegen nicht. Beide Bären befanden sich in ihren verglasten Wohnzimmern und schliefen. Der kommentierende Pfleger erklärte gerade, dass dies keineswegs die bevorzugte Witterung von Pandabären sei; Jiao Qing hätte sich im Winter statt dessen lieber im Schnee gewälzt. Nun, damit kann dieser Juni selbstverständlich nicht dienen.
Weiter ging es ins Tropenhaus, das weitgehend leer war, da sich die Bewohner im Freien aufhielten, was allerdings die wenigsten so richtig toll zu finden schienen. Die meisten zogen einen Schattenplatz vor. Die Gorillas sahen das allerdings etwas anders. Das Klettergerüst wurde in Beschlag genommen und Gorilla Ivo saß wieder einmal hochkonzentriert und tiefernst vor dem Futterautomaten ;-)
Vorbei an den heute abwesenden Erdmännchen, ging es weiter zu den Flamingos, die sich intensiv ihrer Gefiederpflege widmeten. Elefant Victor hatte Besuch von seiner Lieblingsdame Drumbo und berüsselte sie intensiv. Allzu begeistert schien Drumbo von diesem Annäherungsversuch aber nicht zu sein; Victor akzeptierte dies gentlemanlike und so futterten sich die beiden synchron durch ihren Grashaufen.
Nachdem ich bei den Sitatungas und ihrem WG-Kumpel, dem Hornraben Clyde, vorbeigesehen hatte, bin ich wieder zum Bärenrevier aufgebrochen. Die Hitze hatte mittlerweile immer mehr zugenommen und meine Flasche Mineralwasser, die ich gekühlt mit auf die Reise genommen habe, hatte mittlerweile die Körpertemperatur eines Menschen angenommen, so er denn gesund ist ;-)
Nach einem kurzem Besuch bei den Schneeeulen im Adlerhorst, zog es mich zum Abschluss doch noch einmal in das Bärenrevier.
Schon von weitem sah ich beim Näherkommen, dass vor der Anlage von Kragenbär Plato etliche Zuschauer standen. Besagter Kragenbär hatte sich nun doch aufgerafft und sein Höhlenhochbett verlassen und futterte sich genüsslich über die Anlage, um kurz darauf einen Schattenplatz aufzusuchen.
Bei den Eisbären sah ich gerade Wolodja dem Wassergraben entsteigen, in dem er offenbar ein kurzes Bad genommen hatte. Katjuscha blieb verschwunden. Einen Rundgang durch das Vogelhaus später, hatte Wolodja wieder seine Höhleninspektionstour aufgenommen und ich habe mich nun in Richtung Ausgang verabschiedet; Kragenbär Plato lag zu dieser Zeit übrigens wieder dösend in seinem Höhlenhochbett.
Der Abschluss des Eintrages bleibt selbstverständlich Knut vorbehalten.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei den beiden Eisbärchen kann hier angesehen werden.
Hier scheint die Sonne immer noch ungehemmt von einem knallblauen Himmel - eine Erfrischung in Form von Regen - wie heute vorhergesagt - kann man sich wohl abschminken, das wird heute nichts und so darf man sich auch morgen in Berlin auf einen Tag freuen, der eher unangenehm schwül-drückend verlaufen wird; egal, es ist dann immerhin Sonntag und jeden freien Tag sollte man so nehmen, wie er eben verläuft ;-)
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