Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Tag 3 des kalendarischen Sommers machte dort weiter, womit der gestrige Tag endete. Es war windig, zeitweise regnerisch und die zuweilen sehr dicke, graue Wolkendecke ließ der Sonne kaum eine Chance. Das Ganze wurde garniert mit Temperaturen, die nicht über 18 Grad hinausgingen. Aber gut, alles in allem war es wirklich erträglich, wenn man richtig gewandet unterwegs war ;-)
Ich habe mich etwas später am Vormittag auf den Weg in den Zoo gemacht, als es einmal nicht nieselregnete ;-) Dort angekommen hatte ich den Eindruck, dass es gar nicht so voll zu sein schien.
Auf dem Weg zum Bärenrevier liefen mir jedenfalls kaum Menschen über den Weg. Vorbei an Kragenbär Plato, der in seinem Höhlenhochbett perfekt getarnt lag und schlief, ging es weiter zu den Eisbären. Und siehe, vor beiden Anlagen standen doch einige Besucher. Auf der kleinen Anlage begrüßte mich eine sehr plüschige und sehr weiße Katjuscha, die noch ein wenig sauer über ihren gestrigen Aufenthalt im Innengehege zu sein schien, der schiefen Nase nach zu urteilen ;-)
Wolodja auf der großen Anlage beschäftigte sich wieder einmal damit, die Höhleneingänge zu erkunden - der Favorit war natürlich auch heute der Höhleneingang, der neben der kleinen Anlage liegt ;-)
So spannend war das nicht, so dass ich mich zu einem Rundgang entschloss. Angekommen im Panda Garden stellte ich fest, dass der Zoo wohl doch ganz gut besucht ist, dort konnte man kaum treten. Beide Pandas befanden sich in ihren verglasten Wohnzimmern und futterten; aufgrund der vielen bunt gekleideten Besucher vor den sich spiegelnden Scheiben habe ich es bald aufgegeben, die Bären zu fotografieren, wer weiß, wer sich in einer der Spiegelungen wiedererkennt ;-)
Nach einem Abstecher ins Tropenhaus, das ich schnell wieder verließ, da sich die meisten Bewohner auf ihren Außenanlagen befanden, habe ich also dort vorbeigesehen. Die Futterautomaten erfreuen sich unverändert großer Beliebtheit, sowohl die Schimpansen als auch die Orang Utans waren begeistert und hochkonzentriert bei der Sache :-)
Heute ließen sich auch die Erdmännchen wieder blicken, die ich bei meinen letzten Besuchen nicht gesehen habe. Zwei dieser netten Kerlchen lugten nacheinander aus einem Erdloch, um kurz darauf zu verschwinden und wieder aufzutauchen. Sofort standen die Besucher davor und beobachteten, was sich dort tat :-)
Nachdem ich noch den Flamingos, den Elefanten und Clyde, dem Hornraben einen Besuch abgestattet hatte, bin ich zum Bärenrevier zurückspaziert.
An der Eisbärenfront hatte sich in der Zwischenzeit nichts geändert - Katjuscha stand auf der kleinen Anlage, beäugte ihre Besucher und zog eine schiefe Nase, während Wolodja unverändert die große Anlage erwanderte.
Kragenbär Plato war mittlerweile erwacht und hatte sein Höhlenhochbett verlassen. Er näherte sich dem Wassergraben und angelte dort Algen, die er sich anschließend schmecken ließ. Naja, das Zeug soll ja ganz gesund sein :-)
Ich habe mich nun auf den Weg zum Ausgang begeben und stellte fest, dass es vor den Zookassen recht ruhig zuging.
Die Sonne hatte unverändert keine Chance und so habe ich mich heimwärts begeben, es war doch recht windig und kühl.
Und natürlich darf auch heute Knut nicht fehlen.
Und so ganz nebenbei findet heute der zehnte Tag der Fußball-WM statt. Heute darf wieder einmal die deutsche Mannschaft antreten, zu ihrem zweiten Vorrundenspiel, diesmal heißt der Gegner Schweden. Und ich drücke natürlich die Daumen, dass dies nicht wieder so ein Katastrophenkick wie gegen Mexiko am vergangenen Sonntag wird, sonst war es das vermutlich. Nun, schauen wir mal und üben uns in Optimismus :-)
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