Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Dieser Samstag präsentierte sich anfangs noch recht kühl und mit bedecktem Himmel, erst am Nachmittag ließ sich die Sonne blicken. Die Temperaturen erreichten dann doch noch 23 Grad im Tagesverlauf. Ich habe mich am Vormittag auf den Weg in den Tierpark begeben, um Tonja zu besuchen, die ja nun seit Mittwoch allein die Eisbärenanlage bewohnt.
Angekommen im Tierpark stellte ich fest, dass es dort bereits irrsinnig voll war. Bis zur kommentierten Fütterung bei Tonja war zwar noch etwas Zeit, das weite Rund um die Eisbärenanlage war bereits dicht bevölkert. Ich wollte mir aber dennoch erst einmal den Brillenbär-Nachwuchs ansehen, der seit dieser Woche mit seiner Mama Julia die Anlage unsicher macht. Ein quicklebendiger Knirps, vor dem kein Baum sicher ist und sei er noch so hoch ;-) Leider ist das Fotografieren durch die beklebten Scheiben eine einzige Katastrophe, so dass ich dieses Unterfangen nach wenigen Versuchen aufgab, wobei es mir nicht allein so erging.
Mittlerweile startete die kommtentierte Fütterung vor der Eisbärenanlage. Tonja, die vorher auf dem Felsengipfel mit Blick in die Richtung, aus der der fütternde Pfleger / die fütternde Pflegerin, ich will hier gendertechnisch korrekt bleiben, erscheinen musste, saß, war nun flugs im Wasser und hielt Ausschau nach der Pflegerin oder vielmehr nach dem, was sie in ihrem Futtereimer hatte ;-) Im Rahmen der Kommentierung wurde natürlich erzählt, dass Wolodja vor wenigen Tagen in den Zoo umziehen musste, was natürlich mit der Einzelgängertheorie bei Eisbären begründet wurde. Über Sinn oder Unsinn derselben, bezogen auf Zoo-Eisbären, äußere mich hier nicht...
Tonja ließ sich derweil ihre Möhren schmecken, die nach und nach ins Wasser geworfen wurden und bewies sichtlich guten Appetit. Nach der kommentierten Fütterung blieb Tonja noch eine Weile im Wasser und machte sich über das restliche Futter her, um kurz darauf an Land zu gehen, diese zu erwandern und sich suchend umzuschauen. Sie rannte immer wieder in den Höhleneingang, zum Wasserfall, um die Mulchecke herum und blieb mehrfach schnuppernd stehen. Und weiter ging es in die nächste Runde, die Tonja zunehmend hektischer absolvierte. Ich hatte durchaus den Eindruck, dass Tonja nach Wolodja suchte und so ganz allein nicht wirklich wusste, was sie so tun sollte. Ich habe mir das nicht weiter ansehen wollen und habe den Tierpark verlassen.
Auf dem Weg zum Ausgang kamen mir immer mehr Besucher entgegen und ich musste mich zum Ausgang regelrecht durchkämpfen, war dann ganz froh, endlich draußen zu sein und nach wenigen Minuten in der U-Bahn zu sitzen, die mich heimwärts beförderte.
Kurz gesagt, es war kein sehr schöner Besuch im Tierpark und ich hoffe, dass das heute nur eine Momentaufnahme war.
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich wie immer Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch beim Eisbärchen darf gern hier durchgeblättert werden.
Nun geht dieser sonnige erste Teil des zweiten Maiwochenendes seinem Ende entgegen und die Sonne scheint und scheint - wenigstens das...
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