Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Der vorletzte Monat des Jahres führte sich eher ungemütlich ein - es war grau, kalt, trüb und nebenbei nieselregnete es eigentlich ununterbrochen. Nicht die besten Voraussetzungen für einen freien Tag, aber man muss die Außenbedingungen eben so nehmen, wie sie gerade kommen ;-)
Und so habe ich mich am Vormittag, bewaffnet mit einem Regenschirm, der für den Rest des Tages mein Dauerbegleiter wurde, auf den Weg in den Zoo gemacht.
Im Zoo war es relativ leer, gut, Zoowetter geht anders. Das sahen wohl auch viele Bewohner des Bärenreviers so. Außer den Polarwölfen, die auf ihrer Anlage lagen und dem Nieselregenwetter trotzten, ließ sich niemand blicken. Eisbärin Katjuscha stand in ihrer Höhle wie ein unartiger Schüler, der vom Lehrer gerade in die Ecke gestellt wurde; Kragenbär Plato habe ich heute umsonst gesucht und die Lippenbären hatten sich offenbar in ihren Höhlen verschanzt.
Ich habe daher, Schutz vor dem Nieselregen suchend, erst einmal eine Runde durch das Vogelhaus gedreht.
Ein weiterer Blick auf die Eisbärenanlage verriet mir, dass Katjuscha immer noch mit dem Kopf voran im Höhleneingang stand und sich in der Zwischenzeit scheinbar nicht bewegt hatte.
Ich habe nun meine Schritte zum Panda Garden gelenkt - dort fand gerade die Kommentierung statt und sämtliche Zoobesucher schienen sich dort versammelt zu haben - es war irrsinnig voll und so bin ich schnell wieder geflüchtet und habe das Raubtierhaus aufgesucht.
Nachdem ich Ameisenbär Ori eine Weile bei der Einnahme seines Frühstücks zugesehen habe, bin ich weiter durch das Haus gewandert, das im Gegensatz zum Panda Garden eher übersichtlich besucht war.
Nach einer Wanderung durch das Huftierrevier - auch hier zeigte sich keiner der Bewohner - habe ich noch einmal an der Eisbärenanlage vorbeigeschaut. Indes, Katjuscha stand unverändert und unbeweglich im Höhleneingang. Mir wurde es nun auch ziemlich kalt und so habe ich den Weg zum Ausgang eingeschlagen.
Vor den Zookassen herrschte gähnende Leere, was ich mehr als nachvollziehbar fand.
Ich habe mich mittels S-Bahn, bei der es heute wieder ziemlich hakte, die allseits bekannten "Störungen im Betriebsablauf" waren es diesmal wieder, heimwärts befördern lassen, was heute in etwa doppelt so lange dauerte als im Normalzustand, aber immerhin, ich kam dort an, wo ich hinwollte ;-)
Die Schlussrede des Eintrages überlasse ich wie immer Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut an einem sonnigen 1. November ist hier zu finden.
Und so führte sich der November 2017 in Berlin nicht eben freundlich ein, aber es besteht ja noch die Gelegenheit, sich etwas netter zu zeigen - ich bleibe da optimistisch ;-)
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