Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Nun, viel von diesem Tag an sich gibt es nicht zu berichten. Es war sommerlich warm, am Nachmittag und am Abend sind Regenschauer vorhergesagt, die sich zumindest für den Nachmittag bereits wieder als Fehldiagnose herausgestellt haben und die abendlichen Regenschauer wage ich auch arg in Zweifel zu ziehen.
Zu einem Zoobesuch fehlte mir auch heute die Zeit, aber was soll es, in den vergangenen Jahren gab es da einen kleinen Eisbären, der heute nicht mehr ist...
Nachdem in den vergangenen Tagen, wohl unerlaubterweise, bereits die Nachricht über die Todesursache von Knut durchgesickert war und zum Teil wieder zurückgenommen wurde, da diese Meldung bis heute um 15 Uhr einer Sperrfrist unterlag und vorher nicht bekanntgegeben werden durfte, überschlagen sich die Meldungen darüber, weshalb das Eisbärchen nur vier Jahre alt wurde.
Bereits kurz nach dem Tod von Knut war bereits klar, dass das Bärchen an einer Hirnhautentzündung starb. Als Auslöser vermutete man ein Virus, das allerdings nie gefunden wurde, so dass man die "Akte Knut" Anfang 2014 ohne weitergehende Erkenntnisse schloss. Nun wurde sie doch wieder geöffnet, ob der Tod von Tosca damit in einem engeren oder weiteren Zusammenhang steht, lasse ich mal offen, und voilà, auf einmal findet man den Grund. Ich will hier nicht als Brandbeschleuniger fungieren, aber etwas seltsam kommt mir dieser zeitliche Zusammenhang schon vor...
Es handelt sich also um eine Autoimmunerkrankung, die bisher nur bei Menschen festgestellt wurde und dies auch erstmals im Jahr 2007. Eine Krankheit, die vielfach heilbar ist, zumindest bei den Menschen. Exakt handelt es sich um die Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis. Nun ja, das bietet erst einmal Spekulationen über seinen Tod keinen Raum mehr. Aber das Bärchen holt uns das nicht zurück :-(
Ich hoffe nur, dass man hieraus die notwendigen Informationen zieht und vielleicht hat der kleine Eisbär auch jetzt noch etwas Gutes getan, im Sinne der Wissenschaft, - ich würde mir allerdings eher wünschen, er wäre noch hier...
Hier habe ich den Artikel von Spiegel Online dazu verlinkt.
Was mich daran stört, ist die Aussage, dass Knut einfach das Pech hatte, ins Wasser gefallen zu sein. Das trifft vielleicht auf den heutigen Tag zu, aber nicht auf den 19. März 2011. Da war die Wissenschaft noch nicht so weit. Knut hätte nicht gerettet werden können. Aber es ist gut, nicht für Knut, für das Bärchen kommt diese Erkenntnis leider viel zu spät, dass die Ursache endlich ans Licht gekommen ist. Mich tröstet das grad leider wenig.
Nun, aufgrund der Sperrfrist für diese Meldung, überschlagen sich gerade die Nachrichten in den Medien, wer will, kann gerne noch googlen.
Persönlich bin ich zwar froh, dass es nun endlich Ruhe gibt um die Todesursache von Knut, wie bereits geschrieben, das Bärchen holt es nicht zurück, aber ich zolle den Experten meinen absoluten und uneingeschränkten Respekt dafür, dass sie offenbar nie aufgegeben haben, zu suchen und letztlich auch erfolgreich waren...
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