Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Heute wurde es traurige Gewissheit - Tosca lebt nicht mehr. Sie wurde heute früh im Berliner Zoo eingeschläfert. Einerseits ist es gut, dass man ihr Leiden nicht unnötig verlängert hat und diesen Schritt, der sicher keinem leicht fiel, getan hat, dennoch tut es unglaublich weh, dass sie nun nicht mehr ist, die schöne Mutti von Knut.
Geboren im Winter 1986/87 in der kanadischen Wildnis, kam Tosca im Alter von etwa zwei Jahren als Staatsgeschenk in die DDR und landete dort im Staatszirkus. Hier war sie Teil der Eisbärengruppe von Ursula Böttcher, der sie bis zu ihrer Abwicklung angehörte. Danach kam sie in den Berliner Zoo, in dem sie bis zu ihrem Lebensende verblieb. Natürlich wurde Tosca vor allem als Mutti von Knut bekannt, den sie nicht selbst aufziehen konnte. Ich finde aber, dass es Tosca nicht gerecht wird, sie allein darauf zu reduzieren - sie war durchaus eine eigenständige und liebenswürdige Eisbärenpersönlichkeit, die ihrem Söhnchen ihr schönes Gesicht mitgegeben hat.
Am letzten Maisonntag habe ich Tosca das letzte Mal auf der Außenanlage gesehen, danach war sie nur noch im Innenkäfig untergebracht, da sie mittlerweile weitgehend orientierungslos war und es einfach zu gefährlich für Tosca wurde, sie nach draußen zu lassen. In den letzten Wochen verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand rapide und nun ist heute morgen die gestern getroffene Entscheidung, sie zu erlösen, umgesetzt worden. Sie ist friedlich eingeschlafen.
Ich habe mich gestern abend hingesetzt und ein Fotoalbum von Tosca zusammengestellt, das hier zu finden ist.
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