Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Nach den Feiertagen hat einen nun der Alltag wieder, aber diese Woche fällt feiertagsbedingt auch etwas kürzer aus, zumal ich noch frei habe. Es war ein weiterer frostiger Tag, dieser Montag, obwohl zeitweise die Sonne schien. Der Tag begann für mich eigentlich ganz nett, bis ich die traurige Nachricht aus dem Zoo hörte.
Im Zoo Berlin leben nun keine Eisbären mehr. Die Tierpfleger fanden Katjuscha an Heiligabend tot auf der Außenanlage. Sie wurde 37 Jahre alt und galt als die älteste Eisbärin Europas, angeblich sogar weltweit, aber dies konnte wohl nicht verifiziert werden.
Ich habe mich bei meinem gestrigen Besuch im Zoo gewundert, dass sie nicht auf der Anlage war, aber da lebte Katjuscha schon nicht mehr...
Katjuscha wurde am 16. November 1984 im Zoo Karlsruhe geboren und kam als Jungtier im Alter von einem Jahr in den Zoo Berlin, wo sie fortan lebte. Sie war somit die dienstälteste Eisbärin im Zoo Berlin und verbrachte fast ihr ganzes Leben dort. Katjuscha war jedoch schon seit längerem krank und in tierärztlicher Behandlung. Und obwohl man immer damit rechnen musste, zumal sie mit 37 Jahren ein für Eisbären schon fast biblisches Alter erreicht hatte, war es dennoch ein Schock, dass sie nun doch gegangen ist. Sie war der letzte Eisbär aus der Knut-Ära...
Wie es mit der Eisbärenhaltung im Zoo Berlin weitergeht, wird in den kommenden Wochen entschieden. Vielleicht sollte man die eisbärenlose Zeit dort für den längst überfälligen Umbau der Anlage nutzen, aber das nur nebenbei.
Es bleibt mir nur noch, Lebewohl zu sagen zu Katjuscha. Es wird anders sein im Zoo - ich kenne ihn nur mit Eisbären.
Mache es gut, Katjuscha und grüße mir den Knut, Tosca, Nancy und Lars.
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