Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Das erste Wochenende des neuen Jahres begann witterungstechnisch eher grenzwertig. Der Himmel war dauergrau, es regnete oder nieselte mehr oder weniger pausenlos und ein Sturm fegt durch die Stadt. Wenigstens blieb der angedrohte Schneeregen - zumindest bisher - aus.
Ich habe mich davon nicht schrecken lassen und habe mich auf den Weg in den Tierpark begeben. Richtig gut besucht war er nicht, aber vor der Eisbärenanlage hatten sich doch einige Besucher eingefunden.
Auf der Anlage sah ich anfangs nur Tonja. Erst nach einer Weile tauchte Hertha mit einem bräunlich eingefärbten Fell auf - sie hatte offenbar den Innenbereich besichtigt - Tonja und ihre Tochter können je nach Belieben zwischen Außen- und Innenanlage wechseln. Nun ja, Hertha hatte Milchdurst und so wurde erst einmal bei der Mama getrunken ;-)
Nachdem Hertha gesättigt war, verschwand sie umgehend wieder in der Höhle - Tonja hielt indes Ausschau nach der Tierpflegerin mit dem Futtereimer - es ging auf elf Uhr zu. Kurz darauf knackte das Mikrofon und die Tierpflegerin erschien. Was kurz darauf auch Hertha auf den Plan rief, sie kam im Galopp aus der Höhle über die Anlage gesaust und stand dann auch schon neben Mama Tonja am Ufer ;-)
Als die ersten Äpfel, Birnen und Möhren ins Wasser flogen, war Hertha auch nicht mehr zu bremsen, sprang mit einem Hechtsprung ins Wasser und futterte sich dort unermüdlich durch die Leckereien. Tonja schien nicht hungrig zu sein, jedenfalls blieb sie lieber an Land und lauschte dort den Ausführungen der kommentierenden Tierpflegerin ;-)
Hertha war indessen damit beschäftigt, den Wassergraben abzutauchen und zauberte aus demselben immer mehr Obst und Gemüse hervor.
Tonja indes ignorierte auch die Ansage der Tierpflegerin, dass nun noch eine Ladung Möhren käme, wenn sie jetzt nicht ein Bad nähme, wäre es das fürs Erste. Eine Aufforderung, die Tonja geflissentlich überhörte und lieber auf dem Trockenen blieb ;-)
Mittlerweile wurde es immer ungemütlicher, der Regen schien auch nicht aufhören zu wollen, was mich dazu veranlasste, den Weg zum Ausgang einzuschlagen.
Es war dennoch wie immer ein feiner Besuch im Tierpark.
Das Schlusswort des Eintrages bleibt wie immer Knut vorbehalten.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut kann hier durchgeblättert werden.
Das soll es von diesem ungemütlichen ersten Samstag des Jahres 2020 gewesen sein, der Sturm fegt immer noch um die Häuser und der Schneeregen lässt auf sich warten, ich hoffe, umsonst ;-)
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