Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Heute endet sie bereits, die erste Woche des Jahres 2020. Dieser Dienstag war ein grauer und ungemütlicher Tag, der vor allem damit glänzte, dass es fast durchgängig nieselregnete und nicht richtig hell wurde - auch heute war dauergrau die Farbe des Tages ;-)
Ich habe mich dennoch unverdrossen am Vormittag auf den Weg in den Tierpark begeben.
Leider ließ sich die U-Bahn auf dem Weg dorthin irrsinnig viel Zeit, blieb desöfteren länger stehen, über die Gründe wurde nichts mitgeteilt, so dass ich erst vor der Eisbärenanlage eintraf, als der Eisbärentalk bereits in vollem Gange war. Auf der Anlage befanden sich eine ziemlich saubere Tonja und eine nicht ganz so saubere, eher bräunliche Hertha.
Keine der beiden Bärinnen wollte heute ins Wasser, ein Tatzenbad oder ein Kopf-ins-Wasser-stecken, um einige Leckereien herauszuangeln, war das höchste der Gefühle, ansonsten blieben beide lieber auf dem Trockenen. Wie zu hören war, saß Tonja schon in Erwartung der Fütterung am Ufer, während Hertha erst einmal eine Höhleninspektion vornahm, beim Knacken des Mikros aber sofort auf die Anlage gesaust kam ;-)
Hertha wartete, nachdem sie einige Möhren genascht hatte, ungeduldig auf Nachschub, der auch bald kam und dankenswerterweise in Ufernähe landete.
Und so futterten Mama Tonja und ihre Tochter entweder im flachen Wasser oder idealerweise an Land ;-) Etwas Neues war während des Eisbärentalks nicht zu erfahren. Mit einer Träne im Knopfloch wird man in etwa einem Jahr von Hertha Abschied nehmen müssen, die daraufhin in einen anderen Zoo umziehen wird, um alsbald Wolodja wieder hier begrüßen zu dürfen.
Der Eisbärentalk endete bald darauf vor einer übersichtlichen Anzahl von Besuchern. Tonja saß noch eine Weile am Ufer, während Hertha wie von Zauberhand verschwunden war. Als ich zur rechten Seite der Anlage ging, sah ich, wie die kleine Bärin versuchte, eine grüne Kugel, die sich offenbar zwischen den Felsen verkeilt hatte, zu befreien. Als dies nicht glückte, wurde Mama Tonja zu Hilfe geholt, die besagte Kugel mit einem kühnen Schwung ins Wasser beförderte, in der bereits etliche andere Beschäftigungsutensilien dümpelten und darauf warteten, bespielt zu werden ;-)
Da weder Hertha noch Tonja Motivation zeigten, im Wasser zu spielen, wanderten die beiden daraufhin wieder auf die Anlage zurück. Inzwischen nieselregnete es immer stärker und ich gab die Hoffnung auf, dass sich auf der Eisbärenanlage noch etwas tat - so trat ich den Rückweg von der Eisbärenanlage, die mittlerweile keine Besucher mehr hatte, zum Ausgang an.
Auch heute bleibt der Abschluss des Eintrages Knut vorbehalten.
Das soll es für den heutigen ersten Dienstag des Jahres auch bereits gewesen sein - morgen geht das Jahr 2020 bereits in die zweite Woche und ich bin gespannt, was diese so bringt ;-)
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