Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Dieser Samstag kam wie angekündigt mit Temperaturen bis zu 29 Grad und sonnig daher, aber da die Sonne sich ab und an hinter ein paar Wolken versteckte, ließ es sich aushalten. Ich war früh unterwegs und habe mich am Vormittag auf den Weg in den Tierpark gemacht. Unterwegs begegneten mir mit Schultüten bewaffnete stolze Erstklässler mit den noch stolzeren Angehörigen im Schlepptau, die auf dem Weg zur Einschulung waren. In Berlin ist es üblich, die Einschulung tatsächlich erst am Samstag nach der ersten Schulwoche durchzuführen, soll heißen, für die Schulanfänger beginnt der "Ernst des Lebens" erst eine Woche später ;-)
Mich zog es jedoch in den Tierpark, wie bereits erwähnt :-)
Im Tierpark ging es heute nicht ganz so belebt zu wie bei meinen letzten Besuchen, was aber nicht für den Platz um die Eisbärenanlage zutraf. Bis zum Beginn der kommentierten Fütterung blieb noch Zeit, aber man sammelte sich bereits um das weite Rund. Die beiden Protagonistinnen gingen höchst unterschiedlich mit der Situation um - Tonja lag auf dem Sonnendeck und schlief, während ihr Töchterchen Hertha im Wasser spielte, tobte und einfach ihren Spaß hatte :-)
Als das Mikrofon knackte, das den Beginn der kommentierten Fütterung ankündigte, wurde Tonja nun wach, während Hertha aus dem Wasser nach oben auf das Sonnendeck sauste, um ihre Mama zur Fütterung abzuholen, was ich irgendwie niedlich fand :-) Und so standen die beiden bald darauf am Ufer und warteten auf die ersten Leckerlis, die kurz darauf in Form von Äpfeln ins Wasser flogen. Diesmal war Hertha sofort im Wasser, während Tonja sich erst einmal die Äpfel sicherte, die in Ufernähe landeten ;-)
Lange hielt es Tonja allerdings auch nicht an Land und sie folgte ihrer Tochter ins Wasserbecken - Eisbergsalat wurde heute zwar nicht serviert, aber gegen Möhrchen hat Tonja natürlich auch nichts, ebensowenig wie Hertha, obwohl ich den Eindruck hatte, dass Hertha heute eher Äpfel vorzog, während sich Tonja die Möhrchen sicherte ;-)
Nach der kommentierten Fütterung dümpelte Tonja noch eine Weile im Wasser herum, während Hertha damit beschäftigt war, sich am Ufer ein Apfel-Depot anzulegen ;-) Ach ja, bevor ich es vergesse - Hertha, die am 1. Dezember 2018 mit geschätzten 600 Gramm ins Rennen geschickt wurde, wiegt mit nun acht Monaten stolze 70 Kilogramm!
Es war jedenfalls ein wieder sehr interessanter Besuch bei Tonja und Hertha - Hertha wächst und gedeiht, wird immer selbständiger, wobei sich Tonja nun ab und zu eine Päuschen von ihrer Tochter gönnt, sie weiß offenbar ganz genau, was sie ihrer kleinen Hertha mittlerweile zutrauen kann :-)
Und auch heute überlasse ich die Schlussrede des Eintrages Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut ist hier zu finden.
Ich genieße nun noch diesen feinen Augustsamstag, die Sonne hat sich gerade einer Wolkendecke beugen müssen und es ist gerade ganz angenehm. Die Gelegenheit also, mich über die heutige Fotoausbeute herzumachen ;-)
Eine Ergänzung zu meinem Bericht aus dem Tierpark muss dann doch noch sein: Am Ende der kommentierten Fütterung kam noch einmal die Lebensdauer der Eisbären - diesmal nicht in der freien Wildbahn, sondern in den zoologischen Einrichtungen zur Sprache, wobei die Tierpfleger alles tun, um das Überleben der ihnen anvertrauten Eisbären zu sichern. Und ein weiteres Mal musste an die Besucher appelliert werden, keine Plastikteile und ähnlichen Unrat in das Wasserbecken zu werfen, Eisbären sind sehr neugierig und probieren diese Dinge gern aus oder verschlucken sie gar, was zu inneren Verletzungen führen kann, von weiteren Folgen will ich gar nicht reden. Ich finde es erschreckend, dass diese Ansage in meinem Beisein, ich bin ja nun wirklich nur einmal wöchentlich im Tierpark, nun schon mehrmals zur Sprache kommen musste und frage mich allmählich, ob man nicht einen Zoo- und Tierpark-Führerschein einführen sollte!
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