Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Der 103. Tag des aktuellen Jahres wollte heute begangen werden und so habe ich mich an diesem Samstag direkt dieser Herausforderung gestellt ;-) Die Temperaturen unterschieden sich nicht von den gestrigen solchen, aber wenigstens blieb der angedrohte Schnee oder Schneeregen aus, obwohl meine Wetter-App mir unausgesetzt etwas von Schneegestöber erzählte ;-)
Nach meinem gestrigen Zoobesuch zog es mich heute in den Tierpark.
Witterungsbedingt war es heute nicht ganz so voll wie bei meinen letzten Besuchen dort, was allerdings nicht auf die Eisbärenanlage zutraf - sie war auch heute dicht umlagert. Der Eisbärentalk um elf Uhr war wieder gut besucht; mittlerweile findet um 14 Uhr noch ein weiterer statt :-)
Tonja und Hertha waren pünktlich zugegen; während Tonja auf die Leckerbissen am Ufer sitzend wartete, spielte ihr Töchterchen hinter ihr.
Als die ersten Möhrchen in Ufernähe im Wasser landeten, war Tonja sofort zur Stelle, Hertha war heute zu verspielt unterwegs und kam jeweils zu spät bei der Mama an - da waren die Möhren bereits weg ;-) Kurz darauf war die kleine Prinzessin, wie sie immer noch genannt wird, auf der Anlage unterwegs und spielte dort, während Tonja weiter am Ufer wartete, als ob sie wüsste, dass da noch etwas kommt :-)
Richtig, kurz darauf flog ein Salatkopf ins Wasser und wie bekannt ist, liebt Tonja diesen und angelte ihn sich sofort aus dem Wasser. Das Töchterchen musste erst einmal gerufen werden, auf den Namen Hertha hört sie nicht oder noch nicht, aber bei "Prinzessin" sauste sie sofort zur Mama und durfte sich mit ihr den Salat teilen, was nicht ganz ohne Gebrumme abging :-)
Wie zu erfahren war, futtert Hertha im Innenbereich bei den Mahlzeiten bereits fleißig mit und schnappt sich nicht selten das größte Stück, was meist viel zu groß für sie ist, macht dann aber Rabatz, wenn die Mama es ihr abnimmt ;-)
Nach dem Salatsnack war Hertha sofort wieder in Betrieb, grub Rasenstücke um und kümmerte sich um die Sträucher auf der Anlage, immer sorgfältig bewacht von Tonja, die ihrer Tochter durchaus ihre Freiräume lässt, sie aber sofort herbeischnufft, wenn das Kind ihrer Meinung nach zu weit von ihr entfernt ist. Funktioniert gut, Hertha ist nach dieser Ansage immer sofort auf dem Weg zurück zur Mama.
Nach soviel Aufregung, Action und Erlebnissen hatte die kleine Hertha natürlich bärigen Durst und musste sich erst einmal an Mamas Milchbar laben. Zeit für mich, den Tierpark zu verlassen. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass Tonjas Töchterchen in der einen Woche seit meinem letzten Besuch ziemlich gewachsen ist, immer selbständiger wird, auf Felsen einfach draufspringt, die vor wenigen Tagen noch ein unüberwindbares Hindernis für sie darstellten und einfach Freude macht :-) Und Tonja mindestens genauso :-) Die beiden sind ein unschlagbares Team!
Das Schlusswort des Eintrages bleibt auch heute Knut vorbehalten.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Eisbärchen Knut an diesem Ostermontag kann hier angesehen werden.
Irgendwie wanderten meine Gedanken während meines Tierparkbesuchs zurück in das Jahr 2007 - die sogenannten "Knut-Shows" begannen um elf und um 14 Uhr - genau wie jetzt der Eisbärentalk. Und auch Thomas Dörflein und Knut waren ein eingespieltes Team, auch Dream-Team genannt, wenn auch völlig anders gelagert als jetzt Tonja und ihre kleine Prinzessin; beide Konstellationen übten bzw. üben ihren ganz eigenen Zauber aus, wobei die Geschichte von Knut und Thomas Dörflein einzigartig bleiben wird. Womit ich das, was man gerade im Tierpark bestaunen darf, keineswegs abmildern möchte - auch hier geschieht gerade etwas Wunderbares :-)
Und nun genieße ich diesen Samstag und mache mich über die Fotoausbeute her, die wieder einmal üppig ausgefallen ist ;-)
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