Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Dieser Freitag kam sonnenlos, mit unangenehmen Temperaturen und fast ununterbrochenem Nieselregen daher. Und da dies noch nicht reicht, leistet sich die BVG seit heute eine siebenwöchige Sperrung der beiden wichtigsten U-Bahn-Strecken quer durch die City. Da kommt Freude auf, zumal dieses Unternehmen es nicht für nötig hält, einen Ersatzverkehr bereitzuhalten. Nun gut, das passt ja wunderbar zu der Tatsache, dass man sich aktuell ohnehin nicht mit Ruhm bekleckert, was Service und Verlässlichkeit angehen ;-)
Ich habe es dennoch geschafft, einen Weg in den Zoo zu finden, der allerdings noch optimierungswürdig ist. Im recht leeren Zoo habe ich mich wie immer direkten Schrittes zum Eisbärenrevier begeben. Leider hatten einige Menschen, die dort heute Baumarbeiten durchführten, etwas dagegen, so dass ich mich an der Waldschänke und am Biberbau vorbei dorthin begeben musste - der direkte Weg war abgesperrt.
Angekommen vor der großen Eisbärenanlage sah ich Wolodja noch kurz im Wasser planschen, bevor er wieder an Land kam und die vor seiner Anlage umherfahrenden Zoofahrzeuge begutachtete, die offenbar wegen der Baumarbeiten diesen Weg nehmen mussten. Nun ja, wie alle Jungs interessiert sich Wolodja für Autos ;-)
Katjuscha sah ich heute allerdings wieder nicht.
Ich habe nun noch einen Rundgang um das Robbenrevier folgen lassen, aber so wirklich interessant ging es dort nicht zu, bis auf die Pinguine ließen sich die dortigen Bewohner heute nicht blicken. Und so habe ich mich gemütlichen Schrittes wieder auf den Weg zum Ausgang begeben. Allein, ich kam nicht durch. Mittlerweile waren die Baumarbeiter etwas weiter vorwärts gekommen und hatten den nächsten Durchgang gesperrt.
Um wieder auf den Hauptweg zurückkehren zu können, musste ich mich daher über den Kinderspielplatz begeben, habe es aber nicht versäumt, den Polarwölfen noch einen Besuch abzustatten, die etwas irritiert in die Gegend sahen und sich wohl fragten, was dieser Zauber vor ihrer Anlage zu bedeuten hatte ;-)
Der weitere Weg zum Ausgang bot keine weiteren Hindernisse, es war ohnehin schon ein Tag der Umwege. Die Elefanten blieben heute im Haus, dafür konnte ich einen Himalaya-Tahr beobachten, der sich laut schmatzend über einen Tannenbaum hermachte. Das Panzernashorn gegenüber hatte zwar kein Nadelgehölz als Snack serviert bekommen, das Heu schien ihm aber auch zu munden :-)
Der Rückweg mittels S-Bahn gestaltete sich problemlos und so kam ich bald in meinen warmen und trockenen vier Wänden an, während es draußen fröhlich von einem unverändert grauen Himmel weiter vor sich hin nieselte.
Die Schlussrede des Eintrages hält natürlich auch heute mein Herzenseisbärchen.
Das Fotoalbum von meinem Sonntagsbesuch bei einem sehr verspielten Eisbärchen Knut kann hier angesehen werden.
Das Dauergrau, welches diesen heutigen Tag bestimmt hatte, ist mittlerweile in ein Tiefschwarz übergegangen und ich darf mich nun darüber freuen, dass einige meiner Mitmenschen nun noch einige übrig gebliebene Silvesterkracher loslassen.
Egal, es ist nun Wochenende :-)
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