Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Auch der heutige Oktobertag gestattete dem Sommer in Berlin einen erneuten Zwischenstopp und wird morgen auch noch einmal so freundlich sein, die Stadt mit sonnigen 25 Grad zu beglücken - ich persönlich brauche das allerdings nicht, aber mich fragt ja keiner ;-)
Ansonsten hat die Stadt an diesem Wochenende wieder einiges zu bieten - eine Riesendemo, einen Fahrradkorso und die Pyronale, die wegen der sommerlichen Hitze und der damit einhergehenden Waldbrandgefahr in diesem Jahr um einen Monat nach hinten in den Herbst verschoben wurde. Nur findet der Herbst aktuell gerade nicht statt ;-)
Ich habe mich dennoch an diesem Samstag am Vormittag in den Zoo befördern lassen und merkte auf dem Weg dorthin, dass in der Stadt heute einiges los war - sämtliche Bahnen waren voller als sonst. Und auch im Zoo war dies der Fall, versprach dieser Tag doch, ein sommerlicher und sonniger solcher zu werden.
Ebenso tummelten sich bei den Eisbären etliche Besucher. Katjuscha ließ sich anfangs noch auf ihrer Anlage blicken und zeigte sich mit dezent grüngefärbtem Pelz, was darauf schließen ließ, dass sie kurz zuvor ein Bad genommen haben musste :-)
Ihr Nachbar Wolodja hatte hingegen gerade die Freundschaft mit der Mulchecke erneuert und präsentierte sich dunkel gewandet, hatte es sich auf dem Felsen bequem gemacht und ließ sich bestaunen ;-) Da hier nicht so wirklich viel los war, bin ich zu einer Runde durch den Zoo aufgebrochen.
Vorbei an Kragenbär Plato, der sich gerade über seine Anlage futterte, ging es weiter zum Panda Garden. Um es kurz zu machen, Jiao Qing lag vor der Besucherscheibe und schlief, Meng Meng nebenan übte wieder einmal den Rückwärtsgang.
Weiter ging es durch das Tropenhaus zu den Außenanlagen der Affen. Von den beiden Anlagen der Orang Utans war nur die zweite besetzt, Gorilla-Dame Fatou schlief, während auf der Nebenanlage gerade eine ihrer Artgenossinnen das Klettergerüst erklomm.
Nachdem ich vergeblich nach den Erdmännchen Ausschau gehalten hatte, bin ich an den Flamingos vorbei zu den Elefanten spaziert.
Nach einem kurzen Abstecher in die Adlerschlucht habe ich den Weg zurück zum Bärenrevier eingeschlagen. Lippenbär Rajath futterte Salat, sein Söhnchen Balou nebenan stand einigermaßen entschlusslos auf der Anlage herum und Katjuscha war es wohl mittlerweile zu warm geworden und sie hatte das Innengehege aufgesucht.
Dafür sah ich beim Näherkommen eine Vielzahl an Zoobesuchern vor der großen Eisbärenanlage stehen.
Wolodja hatte sich zwischenzeitlich zu einem Bad entschlossen und zwar in Gesellschaft seines Surfbretts und eines großen Knochens. Dieser wurde immer wieder auf dem Surfbrett abgelegt, dort wieder heruntergenommen, worauf Wolodja das Teil durch das Wasser transportierte, ein wenig daran herumknabberte, um es danach wieder auf dem Brett abzulegen. Der Bär war schwer beschäftigt und die Besucher begeistert. Ein spielender Eisbär hat eben doch einen höheren Unterhaltungswert als ein schlafender Panda ;-)
Mit diesen feinen Eindrücken im Gepäck habe ich den Weg zum Ausgang eingeschlagen, der Zoo füllte sich unterdessen mehr und mehr - es gab zuweilen kein Durchkommen mehr ;-)
Der Abschluss des Eintrages bleibt auch heute Knut vorbehalten.
Das soll es also von diesem sommerlichen Oktobersonntag gewesen sein - die Großdemo #Unteilbar gegen Rassismus und für Demokratie scheint ein voller Erfolg zu sein - statt der erwarteten 40.000 Teilnehmer bewegt sich die Zahl der Demonstrierenden nun im sechsstelligen Bereich, gut so :-)))
Und so wurde dieser Samstag alles in allem ein rundum feiner Tag.
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