Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Dieser erste Sonntag des neuen Monats brachte zumindest schon einmal eine Idee von Herbst mit sich. Bedeckter Himmel, aus dem es ab und zu dezent tröpfelte, Temperaturen knapp über 20 Grad und eine frische Witterung, so kann es von mir aus eine ganze Weile bleiben. Was meinerseits leider Wunschdenken bleibt - morgen geht es mit den Temperaturen schon wieder aufwärts.
Ich war jedenfalls recht früh unterwegs in den Zoo, der heute angenehm übersichtlich besucht und schön ruhig war :-) Möglicherweise war das ISTAF ein Grund dafür, das heute ausgetragen wird, zum 77. Mal übrigens.
Und auch heute bin ich zuerst zum Bärenrevier spaziert. Kragenbär Plato hing der Länge nach über einem Baumstamm und schlief noch. Auf der großen Eisbärenanlage stand Wolodja unten am Ufer und leckte sich hingebungsvoll die Tatzen. Nebenan stand Katjuscha und machte sich über ein Stück Fleisch her, während Wolodja seines offenbar bereits verputzt hatte.
Wolodja hatte sich unterdessen zu einem Bad entschlossen, fand vor der Besucherscheibe noch ein Stück Fleisch, das offenbar schon älteren Datums gewesen sein muss, dem Aussehen nach, was Wolodja nicht im Mindesten störte, das Teil wurde erst einmal verspeist ;-)
Und da Wolodja schon einmal im Wasser war und das Surfbrett direkt neben der Besucherscheibe herumschwamm, schnappte sich Wolodja das gute Stück und spielte eine ganze Weile damit, tauchte darunter hindurch, versuchte daraufzuspringen, aber das Surfen muss er wohl noch etwas üben. Jedenfalls hatte er viel Spaß damit.
Und da der Zoo noch sehr leer war, wurden gerade einmal etwa fünf Besucher Zeugen, wie Wolodja mit dem Surfbrett durch das Wasser tobte, meine Wenigkeit eingeschlossen :-)
Ich bin nach diesem feinen Erlebnis erst einmal zu einer Zoorunde aufgebrochen. Im Panda Garden durfte ich feststellen, dass beide Bären auch diesmal schliefen, was auch die relative Leere dort erklärte, schlafende Pandas haben nun einmal einen Unterhaltungswert, der nicht allzu hoch anzusiedeln ist ;-)
Im Tropenhaus ging es heute ebenfalls sehr ruhig zu und auch vor den Außenanlagen der Affen befanden sich eher wenige Besucher. Nachdem ich festgestellt hatte, dass es die tierischen Zoobewohner dort ruhig angehen ließen bzw. den Sonntagvormittag verschliefen, bin ich bei den Elefanten und Giraffen vorbei zum Robbenrevier spaziert.
Nachdem ich dort beobachten durfte, dass man auch hier im sonntäglichen Ruhemodus unterwegs war, bin ich zum Landwehrkanal abgebogen, um die Alpakas zu besuchen.
Zurück bei den Eisbären stellte ich fest, dass Wolodja zwischenzeitlich die Bekanntschaft mit der Mulchecke erneuert haben musste, er kam doch sehr dunkel gefärbt daher ;-) Katjuscha hingegen saß wie immer fluffig und schneeweiß auf ihrer Anlage und nahm ihre wenigen Besucher unter die Lupe ;-)
Ich habe mich daraufhin auf den Rückweg aus dem immer noch sehr leeren Zoo gemacht. Vor den Kassen stapelten sich vielleicht zehn Personen - es versprach heute nicht sehr voll zu werden, aber gut, es lief ja ein Konkurrenzprogramm in der Stadt und das herbstliche Wetter trug wahrscheinlich das seinige dazu bei. Wobei ich es genossen habe, dieses herrliche Herbstwetter ;-)
Die Schlussrede des Eintrages bleibt natürlich Knut vorbehalten.
Das Fotoalbum von meinem sehr abwechslungsreichen Besuch bei Knut kann hier angesehen werden.
Nun geht dieser erste Septembersonntag bereits wieder seinem Ende entgegen, interessanterweise zeigte sich gerade für kurze Zeit doch noch die Sonne und ich werde mich nun daransetzen, um meine Fotoausbeute dieses Wochenendes zu sichten, bevor mich morgen der Arbeitsalltag wieder in die Arme schließt ;-)
Eclipse Next 2019 - Gehosted von Overblog
