Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
So grau, wie sich der Monat Januar verabschiedete, so sonnig startete gestern der Februar. Die Sonne ließ sich blicken, es war allerdings eisigkalt, was weniger an den Temperaturen, sondern an den ungemütlichen Windböen lag, die durch Berlin rauschten. Das sonnige Wetter ist allerdings nur von kurzer Dauer - bereits heute abend wird es wieder ungemütlich. In den kommenden Tagen wird sogar mit Schnee gerechnet, aber da bleibe ich skeptisch - erfolglose Versuche, Schnee herbeizureden, gab es in diesem Winter bereits genug ;-)
Ich habe jedenfalls dieses Wetter ausgenutzt, um im Zoo vorbeizusehen.
Trotz des sonnigen Wetters war es im Zoo äußerst leer. Gut, heute fand in Berlin der letzte Schultag vor den Winterferien statt, das könnte sich in den kommenden Tagen durchaus ändern ;-)
Ein Blick auf die Eisbärenanlage verriet mir, dass Katjuscha diesem feinen Wetter so gar nichts abgewinnen konnte, sie zog es vor, in ihrem Höhleneingang zu schlafen - sei es ihr gegönnt.
Die Polarwölfe unternahmen derweil zögerliche Versuche, ein Heulkonzert auf die Beine zu stellen, was mangels aktiver Beteiligung von zwei der drei Protagonisten allerdings scheiterte ;-)
Also habe ich mich erst einmal auf den Weg zum Panda Garden gemacht, in dem es heute ebenfalls auffallend übersichtlich zuging. Jiao Qing war auf seiner Außenanlage unterwegs und erwanderte diese; zu kalt war es im offenbar nicht. Meng Meng hingegen hatte es sich, halb verborgen, in ihrem verglasten Wohnzimmer gemütlich gemacht und widmete sich der Bambusvernichtung ;-)
Da ohnehin nicht allzu viele Zoobewohner auf ihren Außenanlagen anzutreffen waren, habe ich eine Runde durch die anderen Tierhäuser folgen lassen, die ebenfalls nicht unter Besucherströmen ächzten ;-)
Gorilla-Dame Fatou futterte gerade genüsslich, während nebenan der Chef der Gorilla-Gruppe, Ivo, eher nachdenklich vor einem Baumstumpf hockte. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, dem lieben Ivo noch nachträglich zu seinem 30. Geburtstag zu gratulieren, den er am Montag feierte.
Ein Video von Ivos Geburtstagsparty auf der neugestalteten Außenanlage hat der Zoo Berlin online gestellt. Ivo fand jedenfalls Gefallen an seiner neuen Anlage und an seinem Geburtstagsgeschenk ebenfalls und überließ generös die Reste seinen Damen ;-)
Nachdem ich noch einmal bei Katjuscha vorbeigesehen habe, die nach wie vor tief und fest schlief, habe ich den Weg zum Zooausgang eingeschlagen.
Die Elefanten wurden gerade auf die Anlage gelassen und tröteten erst einmal laut. Vielleicht war es im warmen Elefantenhaus doch gemütlicher ;-)
Der Tierpark Berlin gab heute bekannt, woran das kleine Mädchen von Tonja und Wolodja starb. Eine Lungenentzündung war der Grund, weiterhin kam der Nachwuchs sehr klein und schwächlich zur Welt, was den Schluckreflex einschränken kann. Offenbar hat sich die Kleine an der Muttermilch verschluckt, was im Gesamten zur Dehydrierung und zum Tod der kleinen Bärin geführt hat.
Da sich Tonja und Wolodja sehr gut verstehen, sind die beiden seit einigen Tagen wieder gemeinsam auf der Anlage zu sehen und man gibt die Hoffnung nicht auf, dass es doch noch mit dem Nachwuchs klappt und dieser gesund und munter aufwächst. Ich drücke die Daumen, bin da aber mittlerweile sehr verhalten optimistisch.
Näheres dazu ist hier zu lesen. Auf die Bekanntgabe der Todesursache vom Eisbärchen Fritz wartet man allerdings vergeblich.
Nun, das ändert nichts an der Tatsache, dass auch heute meinem Lieblingseisbärchen Knut - und das wird es immer bleiben - hier der Abschluss des Eintrages vorbehalten bleibt.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut an diesem verschneiten Wintertag darf gern hier noch einmal durchgeblättert werden.
Und nun kann es gern kommen, das erste Wochenende im Februar 2018. Ich nehme das Wetter einfach wie es kommt - als ob ich eine Wahl hätte ;-)
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