Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Das letzte Adventswochenende vor den Weihnachtsfeiertagen nahm heute seinen Lauf. Eigentlich war das ein Samstag, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte - es war bitterkalt, eventueller Niederschlag wurde als Schnee prognostiziert, der allerdings nicht fiel - und hell werden wollte es heute den ganzen Tag nicht so recht.
Ich habe mich dennoch aufgerafft und war am Vormittag auf dem Weg in den Tierpark :-)
Angekommen vor der Eisbärenanlage stellte ich fest, das Wolodja es sich in seiner Mulchecke bequem gemacht hatte und vor sich hin döste. Ab und an warf er einen minder interessierten Blick auf die Handvoll Zoobesucher, die dort standen. Selbst als der Tierpfleger mit dem Futtereimer zum Eisbärentalk erschien, hatte Wolodja nur einen müden Blick übrig und blieb liegen. Und so fand der Eisbärentalk statt, an der der Bär nur passiv teilnahm - selbst Äpfel, die ins Wasser und auf die Anlage geworfen wurden, änderten daran nichts. Der Tierpfleger berichtete, dass es Tonja und dem Winzling gut geht und der Zwerg ein kräftiges Organ sein eigen nennt. Tonja begrüßt ihre Pfleger jeden Morgen und bekommt etwas Obst. Alles in allem sieht es sehr gut aus.
Die Äpfel, Möhren und Birnen (letztere mag Wolodja besonders gern, wie zu erfahren war) blieben größtenteils im Eimer, da Wolodja nicht bereit war, seine Mulchecke zu verlassen. Ich habe noch eine ganze Weile dem Tierpfleger zugehört, mich dann aber nach einer langen Weile im wahrsten Sinne des Wortes "losgeeist".
Viele Tiere waren heute, vermutlich kältebedingt, nicht draußen zu sehen, andere fehlten wegen der Vogelgrippe. Die Bewohner von Hoppelhausen waren auf ihrer Anlage unterwegs und hatten auch einige Besucher. Die Stachelschweine waren ebenfalls draußen, wollten aber lieber ins Innere, so mein Eindruck. Die Sekretäre nebenan waren natürlich in ihrem Glaskasten, vermutlich wegen der Kälte und der Vogelgrippe.
Immerhin, die beiden Katzenbären Romeo und Tabea waren zu sehen - Romeo lag zusammengerollt im Baum, während sich Tabea an einem Futterkasten zu schaffen machte ;-)
Im Alfred-Brehm-Haus war nicht sonderlich viel los und auch die Sibirischen Tiger hielten sich heute lieber im Innenbereich auf, ließen sich jedoch ab und zu auf der Außenanlage blicken. Auf der Anlage der afrikanischen Elefanten sah ich gerade noch zwei Vertreter, die sich gerade wieder ins Innere und Warme aufmachten. Die asiatischen Elefanten waren heute im Haus.
Nachdem mir auch noch ein Pfau über den Weg gelaufen war, sonst ist ein Tierparkbesuch nicht so richtig rund, habe ich noch einmal an der Eisbärenanlage vorbeigesehen. Wolodja lag nach wie vor in seinem gemütlichen Mulchbett, warf einen schläfrigen Blick in die Runde und setzte sein Nickerchen fort.
Ich hatte inzwischen nicht nur kalte Füße, auch meine Hände verabschiedeten sich allmählich in Richtung Gefühllosigkeit und so habe ich den Weg zum Ausgang eingeschlagen. Zu Hause angekommen, habe ich mich erst einmal aufgewärmt - und kurz darauf wurde es bereits dunkel, obwohl es noch früher Nachmittag war ;-)
Den Abschluss des Eintrages überlasse ich selbstverständlich Knut.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut darf hier durchgeblättert werden.
Ich gönne mir noch einen feinen Vorabend vor dem 4. Advent und freue mich auf morgen - gar so kalt wie heute soll es nicht werden, dafür aber regnerisch, nun ja, die friere ich lieber ein wenig ;-)
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