Berlin, Knut, eigene Befindlichkeiten und was mir sonst noch alles einfällt
Durch purzelbaum
Manchmal kommt es eben anders, als man denkt und so geschah es auch heute ;-) Früh wurde ich von morgendlichen Regengeräuschen geweckt und habe mich wenig später, mit einem Regenschirm bewaffnet, auf den Weg zur Bahn gemacht, um mich zum Zoo befördern zu lassen. Leider geriet das zur Fehlanzeige, ich wäre nur bis zum Bahnhof Friedrichstraße gekommen, um dann mit dem Schienenersatzverkehr weiterbefördert zu werden. Als Alternative wurde man auf den Regionalverkehr verwiesen. Na gut, ich habe dieses Angebot heute vormittag getestet und ich hatte wohl nicht allein diese Idee. Jedenfalls kam ich irgendwann in einem völlig überfüllten Regionalzug am Zoo an - ich hätte nie gedacht, dass eine Fahrt, die normalerweise eine Viertelstunde dauert, diesmal mehr als sechzig Minuten in Anspruch nehmen sollte - wieder eine Erfahrung mehr in Berlin ;-) Immerhin hatte die Fahrzeit den Vorteil, dass es zwischenzeitlich aufgehört hatte zu regnen :-)
Nachdem ich erfolgreich das Drehkreuz am Zooeingang überlistet hatte, war ich daraufhin auf fast menschenleeren Wegen auf dem Weg zur Eisbärenanlage. Von Eisbärin Katjuscha war allerdings nur ein halbes Ohr zu sehen, das aus dem Höhleneingang lugte, in welchem sie lag und schlief. Kältebedingt habe ich daraufhin erst einmal einen Rundgang durch das Vogelhaus unternommen, das deutlich besser besucht schien, als der restliche Zoo ;-)
Nach meiner Runde durch das Vogelhaus, habe ich nach einem kurzen Blick auf Katjuscha, sie schlief unverdrossen vor sich hin, die Alpakas besucht. Diese hatten ihrerseits gerade Besuch von einer Pflegerin, die sich gerade entfernte. Die älteste Tochter von Alpaka Ophelia, die schwarz-grau-weiße Olivia, hat vor wenigen Tagen den Zoo Berlin verlassen und lebt nun auf einem Bauernhof, wie ich gestern erfuhr.
Mein nächster Weg führte mich zum Robbenrevier. Die Anlage der Seelöwen ist zum Teil mit Bauzäunen zugestellt, was dort genau geschieht, weiß ich nicht. Die Seelöwen selbst sind davon jedenfalls (noch) nicht betroffen; sie waren im Wasser unterwegs oder saßen auf dem Felsen und gaben die Sonnenanbeter. Es war die Zeit des Tages, an dem sich für kurze Zeit die Sonne zeigte, bevor sie wieder hinter der dicken, grauen Wolkenwand verschwand, die für den Rest des Tages den Himmel dominierte.
Da Katjuscha immer noch schlief, habe ich bei Kragenbär Plato vorbeigesehen. Nachdem er zuvor noch in seinem Hochbett lag und schlief, war er nun erwacht, gähnte einige Male heftig in die Oktoberluft und schien zu überlegen, was er nun mit dem Rest des Tages anstellen sollte. Zu einer Entscheidung kam er nicht, er blieb, wo er war ;-)
Ich habe mich nun auf den Weg zum Ausgang begeben und mich auf das Abenteuer der Rückreise vorbereitet *g*
Da ich die Fahrt mit der U-Bahn zu langweilig fand, die S-Bahn ersatzverkehrte und die Regionalzüge keine wirkliche Alternative darstellten, habe ich mich dem Bus anvertraut und bin mit einer bekannten Touristenlinie durch Berlin gegondelt, um dann doch endlich dort anzukommen, wo ich hinwollte, durfte mir dafür aber auf der Fahrt dorthin etliche Berliner Sehenswürdigkeiten anschauen. So eine kleine Touri-Tour durch Berlin ist auch einmal ganz nett, dauert nur etwas länger - aber was soll es, es ist Wochenende ;-)
Der Abschluss des Eintrages bleibt auch heute Knut vorbehalten.
Das Fotoalbum von meinem Besuch bei Knut und Gianna ist hier zu finden.
Ja, das war er, dieser 8. Oktober 2016 - nicht unbedingt durchstrukturiert, aber manchmal überraschen einen eben Dinge, die man nicht eingeplant hat und eröffnen neue Perspektiven. That´s life :-)
Eclipse Next 2019 - Gehosted von Overblog




