25. März 2011 5 25 /03 /März /2011 17:46

An meinem heutigen Urlaubstag hatte sich der Frühling tatsächlich verkrümelt. Es ist deutlich kühler geworden und die Sonne hatte sich hinter einer dicken Wolkendecke verschanzt. Zum Teil wehte dazu noch ein unangenehm eisiger Wind und ich habe es fast bedauert, dass ich keine Handschuhe dabei hatte. Ich habe es gemütlich angehen lassen und mich per S-Bahn zum Zoo befördern lassen.

Es wird Frühling und bei U- und S-Bahn sind die ersten durch Wartungs- und Bauarbeiten bedingten Einschränkungen zu spüren. Mich betrifft es erst einmal nicht, aber irgendwie bekomme ich den Eindruck, dass das eine Dauerbaustelle ist. Kaum ist man an dem einen Ende fertig, fängt man am anderen wieder an ;-)

 

Katjuscha

Katjuscha20110325 049

 

Im großen Eisbärengehege sieht es noch unverändert aus; am Montag sollen aber nun die Reinigungsarbeiten beginnen und auch das Wasser abtransportiert werden. Ab Mittwoch sollen Tosca, Nancy und Katjuscha wieder auf der großen Anlage zu sehen sein. Heute waren sie also noch auf der kleinen Nebenanlage anzutreffen. Nancy saß wieder auf ihrem neuen Lieblingsplatz unten am Wasser und fand es offenbar ganz spannend, ihre Besucher anzustaunen. Katjuscha wanderte hin und her, während Tosca sich einmal kurz zeigte, um sofort wieder im Innengehege zu verschwinden. Erst kurz vor der Fütterung erschien sie auf der Anlage.

 

Nancy

Nancy20110325 052

 

Die Fütterung fiel diesmal sehr üppig aus; die Bärinnen bekamen jede Menge Fleisch, Baguettes, Rosinenbrote und Nüsse. Nancy war auch heute wieder sofort im Wasser und sicherte sich alles, was sie irgendwie wegtransportieren konnte, um gleich darauf wieder im Wasser zu sein, um Nachschub zu holen. Sie hat wirklich einen gesunden Appetit :-) Katjuscha stellte sich zwar auf, wollte aber an Land gefüttert werden und bloß nicht nass, aber trotzdem satt werden ;-) Klappte nur bedingt. Tosca holte sich das Fleisch zwar aus dem Wasser, trug es dann jedoch erst einmal eine Runde über die Anlage und dinierte gemächlich. Dafür war sie nach der Fütterung im Wasser, futterte laut knackend die ganzen Nüsse und tobte danach ein wenig durch das Wasser.

 

Tosca

Tosca20110325 066

Die Blumenberge vor dem Tor und der großen Eisbärenanlage wachsen unaufhörlich. Heute waren viele Schulklassen dort und legten ihre letzten Grüße an Knut dort ab. Es ist rührend zu lesen, was da mit kindlicher Krakelschrift aufgeschrieben wurde.

Heute wurde bekannt, dass der Zoologische Garten und das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung für den kommenden Donnerstag, den 31. März, eine internationale Pressekonferenz anberaumt haben. In diesem Rahmen soll die genaue Todesursache von Knut bekanntgegeben und sämtliche Daten veröffentlicht werden, die zu diesem Zeitpunkt vorliegen. Das klingt mir fast so, als wolle man die Sache möglichst schnell vom Tisch bekommen und nimmt dabei in Kauf, dass man abschließend noch gar nichts sagen kann.

 

Knut am 25. März 2010

Knut20100325 041

 

Nun steht uns also wegen der sommerzeitbedingten Zeitumstellung das kürzeste Wochenende des Jahres bevor. Über Sinn oder eher Unsinn dieser Maßnahme wird nun seit drei Jahrzehnten diskutiert und man ist sich weitgehend einig, dass es kaum etwas bringt, außer der Tatsache, dass einige Menschen bis zu drei Wochen mit jetlag-ähnlichen Symptomen unterwegs sind und auch bei Tieren der Biorhythmus durcheinandergerät. Aber offensichtlich hat keiner den Mut, dieser unsinnigen Aktion ein Ende zu bereiten.

Egal, ober Zeitumstellung oder nicht, es ist Wochenende und damit warten noch zwei weitere freie Tage auf mich ;-)

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24. März 2011 4 24 /03 /März /2011 17:09

20110324 080

 

Das passte auch heute wieder perfekt - Urlaub bei frühlingshaftem Traumwetter mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Dumm nur, dass es nicht so bleiben wird. Das von mir konsultierte Wetterportal sagt für morgen kühlere Temperaturen und Regenwetter voraus und versteigt sich für den Samstag gar zu der Annahme, es könne schneien ;-)

Ich habe auch heute vormittag einen kleinen Abstecher in den Berliner Zoo gemacht.

Nancy, Tosca und Katjuscha 

TosKaNa20110324 043

 

Die drei Eisbärinnen Tosca, Nancy und Katjuscha waren auch heute auf der kleinen Nebenanlage anzutreffen und schienen sich wohl ein wenig zu wundern, warum die Besucher alle bei ihnen stehen und musterten diese neugierig und ganz genau ;-) Die große Eisbärenanlage ist unverändert, abgesehen von der Tatsache, dass das Blumen- und Andenkenmeer mittlerweile die komplette rechte Seite der Heckenumzäunung bedeckt. Heute haben die Abrissarbeiten des benachbarten Vogelhauses begonnen, was mit einer erheblichen Geräuschbildung verbunden war. Da mussten die drei hier auch öfter mal schauen und vor allem Tosca stellte sich mehrmals auf, um die Sache genauer zu beobachten. Zur Fütterung war Nancy sofort wieder im Wasser und fischte und sammelte alles auf, was sie zu fassen bekam. Tosca folgte ihr später. Zum Abschluss bekam jede der drei ein großes Rosinenbrot. Und schon waren die Brötchen, die noch im Wasser schwammen, überhaupt nicht mehr interessant :-)

Tosca 

Tosca20110324 036

 

Nach einem kurzen Rundgang habe ich mich auf den Heimweg begeben und mir unterwegs noch schnell ein Eis gegönnt - vor dem nächsten Wintereinbruch, sozusagen ;-)

Dieser Gipfel der Geschmacklosigkeit, ich meine das Vorhaben, Knut präpariert im Naturkundemuseum auszustellen, stößt mehr und mehr auf Widerstand, auch wenn seitens des Berliner Zoos behauptet wird, es wäre nur eine Minderheit dagegen. Diese Behauptung wird widerlegt u.a. durch die Einträge im Knut-Gedenkbuch des Zoos, als auch durch die Petition, die nach nicht einmal 48 Stunden das angestrebte Ziel von 1.000 Stimmen bereits überschritten hat. Auch Online-Abstimmungen, die viele Berliner Tageszeitungen gestartet haben, sprechen da eine komplett andere Sprache.

Nichtsdestotrotz war das ein prächtiger Frühlingstag heute. Und Schnee muss nun wirklich für die nächsten ca. acht Monate nicht mehr sein ;-)

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23. März 2011 3 23 /03 /März /2011 17:06

Zoo23032011 002

 

Heute vor vier Jahren hatte an dieser Stelle eine kleine weiße Pelzkugel mit großen schwarzen Knopfaugen gemeinsam mit dem Ziehpapa ihren ersten öffentlichen Auftritt vor den Medien und dem Publikum. Es war die berührende Geschichte um einen kleinen mutterlosen Eisbären namens Knut, der mit viel Liebe von seinem menschlichen Ziehpapa großgezogen wurde und es ihm mit Liebe dankte. Und so tapsten, stiefelten, spielten, schwammen und kuschelten sie sich in die Herzen der Menschen. Es folgte ein beispielloser Hype um Knut; die Besucher standen sich an den Zookassen die Beine in den Bauch; irgendwann wurde die Besuchszeit auf zehn, dann auf sieben Minuten beschränkt, dann durfte der nächste Schwung Zuschauer kurz schauen. Die Merchandising-Industrie brummte; es wurden Filme gedreht und aus verschiedenen Anlässen schaffte es dieser junge Eisbär immer mal wieder auf die Titelseiten diverser Zeitungen. So auch heute. Nur, dass es heute um das vorläufige Obduktionsergebnis von Knut ging. Knut wurde nur vier Jahre alt. Diese Geschichte wird gerade zuende erzählt...

Katjuscha 

Katjuscha20110323 063

 

Da ich heute frei hatte, habe ich es gemütlich angehen lassen und mich gefreut, dass heute so ein herrlicher Frühlingstag auf mich wartet. Wieder so ein unanständig toller Tag ;-) Und so habe ich mich eher gemächlich auf den Weg gemacht, war aber dennoch recht früh im Zoo. Die Blumenmeere vor dem Tor und am großen Eisbärengehege wachsen unaufhaltsam weiter; auch das Kondolenzbuch am Eingang wird ununterbrochen mit Einträgen gefüllt.

Nancy 

Nancy20110323 051

 

Ich habe erst einmal bei den drei Eisbärinnen vorbeigeschaut. Katjuscha lief über die kleine Anlage, während es sich Nancy  im unteren Teil bequem gemacht hatte und neugierig die Besucher musterte. Tosca ließ sich nur einmal kurz blicken und verschwand direkt wieder im Innengehege. Zur Fütterung musste sie mehrmals gerufen werden, ehe sie erschien. Nancy war sofort im Wasser und futterte wie ein kleiner Nimmersatt alles, was ihr an Fleisch, Brötchen und Baguettebroten vor die Tatzen kam. Katjuscha und schließlich auch Tosca waren kurz darauf auch im Wasser, fanden aber nicht mehr viel - Nancy war schneller gewesen ;-)

Tosca 

Tosca20110323 075

 

Die große Eisbärenanlage ist nach wie vor verwaist, nur ein Entenpärchen schaute einmal kurz vorbei.

Kurz vor Mittag bin ich gemütlich in Richtung Ausgang geschlendert und habe mich über die Schlangenbildung vor den Kassen gewundert - ungewöhnlich für einen ganz gewöhnlichen Werktag - oder die hatten auch alle Urlaub ;-)

Es war ein recht schöner Urlaubstag und ich habe ihn wirklich genossen. Ich hatte mir für den heutigen Tag erst gar nichts groß vorgenommen, sondern einfach nur die Seele baumeln lassen. Und das tat richtig gut :-)

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22. März 2011 2 22 /03 /März /2011 18:13

20110322 004

 

Der Frühling scheint sich hier in Berlin dauerhaft einrichten zu wollen - na gut, wohl eher für die nächsten paar Monate. Auch heute war hier wieder ein traumhaft schönes Wetter mit angenehmen Temperaturen und Sonnenschein satt. Und da dieser Dienstag gleichzeitig mein letzter Arbeitstag in dieser Woche war, konnte ich es kaum abwarten, dass ich in den sonnigen Nachmittag und ein paar freie Tage starten konnte.

 

Knut20110319 034

 

Ich habe auch heute kurz im Berliner Zoo vorbeigeschaut. Direkt am Eingang liegt seit gestern ein Kondolenzbuch für Knut - die Bilder sind vom Samstag - aus. Ohne Schlangestehen geht es nicht ab, bevor man sich dort eintragen kann. Das Blumen- und Kerzenmeer vor dem Eingang und am Gehege wachsen stetig. Das große Gehege ist immer noch leer und auch das Wasser noch nicht vollständig abgepumpt. Die Bärinnen waren wie gestern auf der kleinen Anlage, das heißt, Nancy und Katjuscha waren es. Tosca habe ich auch heute nicht zu Gesicht bekommen; sie war aber vorher baden, wie ich gehört habe.

Und auch heute war es vor der Anlage wieder sehr belebt und auch heute waren Presse und TV vor Ort. Nun ja, kurze Zeit später tauchte der Zoodirektor auf und gab ein Statement ab. Es war wohl die Erklärung zu Knuts Todesursache, eine Hirnerkrankung. Sehr konkret ist das Ganze nicht, es gibt ja nicht nur eine. Aber die Untersuchung ist auch noch nicht vollständig beendet.

Was ich vollständig erschreckend und absolut unmöglich finde, ist die Tatsache, dass Knut ausgestopft in das Naturkundemuseum soll. Kann man dem kleinen Kerl denn nicht wenigstens jetzt seine Ruhe gönnen? Es ist so würde- und instinktlos. Wer mag, kann hier eine Petition unterzeichnen, die sich gegen dieses Ansinnen richtet. Sie wurde erst kurz vor 17 Uhr gestartet, also bitte nicht wundern, dass dort erst so wenige unterzeichnet haben, obwohl es für diesen kurzen Zeitraum schon eine ganze Menge sind.

 

Knut20110319 043

 

Jetzt habe ich mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte, aber das musste ich wohl grad loswerden ;-)

Ich freue mich jetzt auf fünf freie Tage. Eigentlich hatte ich da schon etwas ganz Bestimmtes vor, aber seit Samstag ist sowieso alles nicht mehr wie vorher. Nun ja, ich werde ein klein wenig umdisponieren, aber den Eisbären und auch den anderen Tieren bleibe ich treu.

Und jetzt habe ich erst einmal ein paar Tage Freizeit :-)

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21. März 2011 1 21 /03 /März /2011 17:30

Eigentlich war es wohl ganz gut, dass mich nach diesem Wochenende heute der Alltag wieder hatte. Ich befinde mich zwar immer noch irgendwie in einem emotionalen Ausnahmezustand, aber so ein geregelter Ablauf lenkt vielleicht ein wenig ab. Naja, hat nicht so wirklich geklappt.

Der heutige Frühlingsanfang jedenfalls hat dagegen hervorragend funktioniert. Das Wetter war heute fast schon unverschämt schön ;-)

 

Zoo20110321 001

 

Vor dem Zoo Berlin wächst das Meer aus Blumen, Kerzen, Karten, Geschenken und Bildern stetig an. Das gleiche gilt für die große Eisbärenanlage, wo die Umzäunungshecke auf Knuts ehemaliger "Seite" kaum noch zu erkennen ist; auch vor der großen Besucherscheibe hat sich mittlerweile so einiges angesammelt. Im Gehege fanden Reinigungsarbeiten statt, aber die waren für diese Woche ohnehin geplant. Die Abrissarbeiten am benachbarten Vogelhaus gingen heute unverdrossen und geräuschvoll weiter.

 

KaNa20110321 020

 

Auf der kleinen Eisbärenanlage liefen Nancy und Katjuscha unruhig hin und her und sich zuweilen fast über den Haufen. Tosca war nicht zu entdecken. Vor dem großen Eisbärengehege haben sich heute deutlich mehr Menschen versammelt, als an einem Wochentag sonst üblich. Vor allem Eltern mit Kindern. Der rbb war ebenfalls zugegen; filmte und interviewte Besucher. Trotz der Geräuschkulisse war die Stimmung, anders als gestern, eher ruhig und friedlich.

Die Spekulationen um Knuts Todesursache schießen munter ins Kraut und es wird teilweise so ein Mist behauptet, dass man nur noch den Ton ausschalten möchte. Eben habe ich die Theorie gehört, dass Knut Epilepsie gehabt haben könnte, weil auch sein Vater Lars Epileptiker sei. Nun ja, die letztjährige schwere Erkrankung bei Lars war eine Hirnhautentzündung und keine Epilepsie... Dass der Zoo jetzt wegen der Haltungsbedingungen von Knut schwer unter Beschuss geraten ist, war zu erwarten und überrascht nicht wirklich.

 

Update: Gerade lese ich, dass Knut ertrunken sein soll. Hallo? Eisbären sind begnadete Schwimmer, die ertrinken nicht einfach so. Ich hoffe, dass man es nicht bei diesem Ergebnis belässt, sondern auch noch herausfindet, was zu seinem Ertrinken geführt hat. Ansonsten würde das bei mir ein sehr ungutes Gefühl der Ursachenermittlung hinterlassen.

 

Zoo20110321 005

 

Ich bin jedenfalls ganz froh, dass mein Wochenstart nun hinter mir und eine sehr kurze Arbeitswoche vor mir liegt :-) Und die halbe Stunde heute nachmittag im Zoo hat mir richtig gut getan; erklären kann ich es nicht, warum das so ist. Wie ich dieses Blog zukünftig gestalten werde, weiß ich derzeit noch nicht. Den Eisbären bleibe ich jedenfalls treu, auch wenn Knut fehlt ohne Ende, aber es gibt auch noch das Eine oder Andere zu entdecken im Zoo und drumherum. Der Hauptgrund allerdings ist nicht mehr da.

Es ist Frühling in Berlin und, oh Graus, am Wochenende wird uns wieder eine Stunde gemopst ;-)

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20. März 2011 7 20 /03 /März /2011 16:55

Ich habe mich heute bei recht kühlem und windigem Wetter gleich früh auf den Weg zum Berliner Zoo gemacht. Irgendwie war mir das ein Bedürfnis - trotz oder gerade wegen der gestrigen Ereignisse. Ich hatte nachts ohnehin kaum geschlafen, da fiel das Aufstehen um so leichter. Kurz vor der Öffnung des Zoos war ich dort, gemeinsam mit vielen Besuchern und noch mehr Pressemenschen. Bereits vor dem Tor waren Blumen, Fotos, Teddybären abgelegt; es brannten Kerzen. Alle waren irgendwie bedrückt und die Stimmung kann man schon fast als gespenstisch bezeichnen.

 

Zoo20032011 026

 

Als der Zoo geöffnet wurde, wandten sich die meisten Besucher in Richtung Eisbären und die Pressemeute hetzte hinter uns her.

Vor dem großen Eisbärengehege, aus dem das Wasser bis auf einen winzigen Rest abgelassen war, waren Blumen und Bilder abgelegt und aufgehängt. Jemand hatte sogar ein Croissant als letzten Gruß dazugelegt.

Die Eisbärdamen waren im benachbarten Mutter-Kind-Gehege untergebracht. Eine an den Gehegebegrenzungen angebrachte Pressemitteilung des Zoos gab bekannt, dass bis zum Vorliegen des Ergebnisses von Knuts Sektion die große Eisbärenanlage leer bleiben wird.

Ich habe mir noch einmal Knuts Lieblingsplätze angeschaut - auf seinem Stammplatz lag noch das Stöckchen, mit dem er gestern gespielt hatte...

Was wirklich nervte, war die Presse, die ohne Rücksicht auf Verluste oder Befindlichkeiten der Besucher, wie die Heuschrecken über diese herfielen, so dass ich meist auf Ab- oder Umwegen unterwegs war. Ich habe mir derweil noch einmal Knuts ehemalige kleine Anlage angeschaut. Am schlimmsten war jedoch der Anblick der verwaisten großen Eisbärenanlage, auf der ich Knut gestern noch gesehen habe...

 

Zoo20032011 031

 

Ich denke, für mich war es ganz gut, dass ich heute dort gewesen bin - ich habe hier die Bekanntschaft mit einem wunderbaren Eisbären geschlossen und ihn geliebt. Und es macht mich, nun ja auch so ein Stück weit stolz und froh, ihn einen Teil seines viel zu kurzen Lebensweges begleitet haben zu dürfen. Auch wenn ich immer noch fassungslos und unendlich traurig bin.

Ich habe heute in alten Bildern gekramt und beschlossen, ein paar Erinnerungsalben zusammenzustellen. Ich habe mit den ersten Monaten des Jahres 2008 begonnen, wer mag, kann hier mal schauen.

Der Zoo Berlin hat hier ein virtuelles Kondolenzbuch eingerichtet.

Zum Schluss dieses Wochenendes bleibt mir nur zu sagen:

Mach es gut, Knut, da wo Du jetzt bist. Ich werde Dich nie vergessen und ich bin froh, Dich gekannt zu haben, kleiner, großer Eisbär!

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19. März 2011 6 19 /03 /März /2011 17:07

Knut 05.12.2006 - 19.03.2011

 

Knut20080115 048

 

Knut am 15. Januar 2008

 

Knut20110319 022

 

Knut am 19. März 2011

 

Knut20110319 049

 

Ich habe nie gedacht, dass dieses heutige Datum einen so wahnsinnig traurigen Anlass bieten würde und so ganz begreifen kann ich das, was am Nachmittag geschehen ist, immer noch nicht. Am Vormittag war doch scheinbar noch alles in Ordnung.... 

Wer sich die Bilder vom heutigen Vormittag des 19.03.2011 dennoch ansehen möchte, kann hier schauen. In den nächsten Tagen vielleicht mehr; im Moment bin ich noch viel zu geschockt, um hier noch viel schreiben zu können. Bitte um Verständnis.

Ich liebe Dich, kleiner Eisbär Knut, und daran wird sich nie etwas ändern... Vergessen werde ich Dich nie. Danke für die schöne Zeit, die ich mit Dir erleben durfte. Leider war sie viel zu kurz...

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18. März 2011 5 18 /03 /März /2011 17:36

Diese Arbeitswoche ist somit also auch geschafft und ein neues Wochenende wartet auf mich. Dieser Freitag war nicht ganz so ungemütlich wie der Donnerstag, so richtig angenehm war er dennoch nicht - es regnete zwar nicht mehr, aber ein eisiger Wind wehte und bewirkte, dass die ohnehin niedrigen Temperaturen gefühlt noch weniger wurden. Da ist es doch im Büro gleich noch ein wenig gemütlicher ;-)

Nun ja, irgendwann war er da, der Arbeitsschluss und ich konnte in den Nachmittag starten.

 

Knut20110318 019

 

Bei Knut & Co. war heute nachmittag nicht allzu viel los. Knut hatte es sich in der hinteren Ecke bequem gemacht, Nancy schlief, Katjuscha drehte ihre üblichen Runden und Tosca lief nervös hin und her. Die Abrissarbeiten am benachbarten Vogelhaus waren in vollem Gange; schweres Gerät war im Einsatz und das Ganze mit einer entsprechenden Geräuschentwicklung versehen. Nebenan waren Gärtner bei der Arbeit und das interessierte den Knut dann doch - er musste immer mal wieder schauen, ob einer seiner Lieblingsgärtner darunter war ;-)

 

Knut20110318 034

 

Da nicht gar so viel los und es außerdem ungemütlich kalt war, habe ich es bei einer kurzen Stippvisite belassen und mich auf dem schnellsten Wege auf den Heimweg gemacht.

Die Nachrichten aus Japan klingen nach wie vor nicht ermutigender - man kämpft gegen den drohenden Super-GAU und versucht, die Überhitzung der Reaktoren in den Griff zu bekommen. Immerhin ist es gelungen, eine Notstromversorgung zu installieren - es bleibt zu hoffen, dass es gelingt, die Lage zu entschärfen. Am Wochenende weiß man mehr.

Und jetzt ist Freitagabend und mein Wochenende steht vor der Tür :-)

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17. März 2011 4 17 /03 /März /2011 16:08

Dieser vorletzte Arbeitstag dieser Woche war wettertechnisch ein weniger netter. Es dauerregnete praktisch den ganzen Tag durch - mir ist es jedenfalls nicht gelungen, heute eine Regenlücke zu erwischen - der Regenschirm blieb im Dauereinsatz. Nach einer kurzen Weile im Freien mussten auch heute wieder die Handschuhe übergestreift werden - es war zumindest gefühlt noch kälter als gestern.

Erfreuliches war von der Bahn-Streik-Front zu vernehmen - aufgrund eines neuen Angebotes von Seiten der Deutschen Bahn kehren die Tarifparteien wieder an den Verhandlungstisch zurück - mit Streiks ist zumindest in dieser Woche nicht mehr zu rechnen ;-)

 

Knut20110317 066

 

Sehr erfreulich war das heutige Bild bei Knut & Co., das sich mir während meiner Stippvisite bot. Knut war auf seiner hinteren Ecke anzutreffen und Tosca versuchte, ihn von dort aus ins Wasser zu locken. Daraus wurde erst einmal nichts, da Nancy dazukam und mit Knut busseln wollte. Nun versuchte Tosca, beide zu Wasserspielen zu animieren und kam letztlich auch an Land. Knut busselte diplomatisch beide ab :-) Eisbärgewusel in der kleinen Ecke des Geheges - Katjuscha hatte die große Anlage quasi für sich allein und konnte dort ungestört ihre Runden drehen ;-) Nun, schlussendlich waren Toscas Bemühungen von Erfolg gekrönt - Knut tobte mit ihr durch das Wasser :-)

 

Knut20110317 070

 

Weniger erfreulich sind nach wie vor die Nachrichten aus Japan. Der Überhitzung der Reaktorblöcke des AKW versucht man unverändert mit Wasserwerfern und Meerwasser aus Militärhubschraubern entgegenzuwirken. Der Erfolg scheint bisher eher übersichtlich zu sein. Parallel dazu wird versucht, in Windeseile eine Notstromversorgung der Reaktoren auf die Beine zu stellen. Es bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Ich finde es trotzdem erfreulich, dass das Wochenende bereits wieder in greifbare Nähe rückt ;-)

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16. März 2011 3 16 /03 /März /2011 16:26

Unversehens ist bereits wieder Mittwoch und nur noch zwei Arbeitstage liegen vor dem nächsten Wochenende. Es ist ungemütlich geworden in Berlin - dieser Tag präsentierte sich mit Dauerregen und deutlich kühleren Temperaturen - neben dem Regenschirm kamen die Handschuhe wieder zum Einsatz ;-)

Die Berliner S-Bahn kam heute mal wieder ins Schleudern - diesmal allerdings unverschuldet - ein Kühlschrank auf den Gleisen bremste den Bahnbetrieb in den Vormittagsstunden aus. Ein Vorfall, der bei mir nur noch Kopfschütteln auslöst.

 

Knut20110316 013

 

Bei Knut & Co. ging es auch heute wieder schmusig-verspielt zu. Tosca schwamm gerade auf Knut zu, als ich eintraf und versuchte, ihn zum Spielen zu animieren. Just in dem Moment traf Nancy bei ihm ein und Knut zog es vor, mit ihr zu busseln, während Tosca allein im Wasser spielte. Katjuscha ließ das Geschehen unbeeindruckt - sie lief ihre gewohnten Runden. Tosca versuchte es nach einer Weile, Knut und Nancy - oder einen von beiden - dazu zu bewegen, mit ihr im Wasser zu spielen. Nachdem dieser Versuch fehlschlug, spielte sie wieder allein weiter. Nancy setzte sich kurz darauf auf die vordere Felsenecke und beobachtete die Abrissarbeiten am Vogelhaus und Tosca unternahm einen weiteren Versuch, Knut zu "überreden", mit ihr im Wasser zu spielen. Doch Knut beobachtete seinerseits lieber die Arbeiter vor dem Gehege ;-)

 

Knut20110316 021

 

Die Nachrichten aus Japan klingt nach wie vor nicht beruhigender, ganz im Gegenteil. Die Situation um das AKW Fukushima wird immer dramatischer und im Griff hat man die Sache schon längst nicht mehr - ständig entstehen neue Brände, die Gefahr einer drohenden Kernschmelze wächst; mittlerweile versucht man, die Reaktoren mit Wasserwerfern zu kühlen. Das ganze Szenario wirkt wie der letzte verzweifelte Versuch, den Super-GAU noch irgendwie zu verhindern. Dazu kommen ständig neue Nachbeben und jetzt ist dort auch noch ein Wintereinbruch zu verzeichnen, der nicht nur die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung wachsen lässt. Die Zahl der Opfer und Obdachlosen steigt praktisch stündlich.

Ein Wochenteilungstag, der nicht wirklich schön verlief - zwar weniger für mich persönlich - aber die Besorgnis bleibt.

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